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Enemer
Gutsbesitzer


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Anmeldungsdatum: 03.09.2010
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BeitragVerfasst am: 31.01.2011 17:21    Titel: Die Geschichte über den Pakt von Nordhalm Antworten mit Zitat

Tief klar war die Nacht, keine Wölkchen am Himmel zu sehen und die Grillen spielten ihre Lieder. Alles schien friedlich mit der Nacht eins zu werden als sich auch die letzten Soldaten zur Ruhe betteten. Lange schliefen sie nicht, denn aus den Schatten krochen schon wieder die nächsten Abkömmlinge Mordors.
Die Tür schlug plötzlich auf und ein Mann in Rüstung, mit Speer und Schild bewaffnet stand darin. Hinter ihm loderte helles Licht in der Dunkelheit das da nicht sein sollte. Zu hell um ein Feuer aus der Ferne zu sein. Seine Augen waren weit aufgerissen unter seinem edlen Helm zu erkennen. "ZU DEN WAFFEN UND AUF DIE PFERDE! KEINE ZEIT ZU VERLIEREN! LOS! LOS! LOS! LOS! BEWEGT EUCH!"
Er eilte durch die Reihen der Betten und schlug jedem noch im Bett liegendem Soldaten mit seinem Speer auf die Beine um alle hochzutreiben um sich zu rüsten.
"AUFWACHEN SAGTE ICH! DIE STADT BRENNT!"
Am Ende des Raumes machte er kehrt und schritt schnell wieder durch den Bettengang.
"ZU DEN WAFFEN! EILT EUCH! DIE WARGE HÄTTEN EINE FREUDE EUCH SO AUFZUFINDEN! BEWEGUNG!"
Die ersten verliesen schon dass Schlafzimmer um hinunter in den Stall und zu ihren Pfeden zu eilen. Der brüllende Soldat verlies mit scheinbar grimmigen Blick das Zimmer noch bevor die Letzten ihre Rüstung anllegten. Er rannte schnell nach unten, doch statt zu den Ställen ging er hinaus wo ihm Chaos und Angst entgegentrat. Kindergeschrei und zischende Brandpfeile waren zu hören, genauso wie bereits brennende Dachstühle und Todesschreie, sowie das Geknurre der Warge die schon in der Stadt waren.
Zielstrebeig ging er neben die Ställe und öffnete unter ziemlicher Anstrengung das große eiserne Tor. Die Soldaten die er eben geweckt hatte sprangen soeben auf die gesattelten Pferde. Einige liefen noch die hinterste Treppe aus den oberen Schlafräumen hinunter.
"LOS, AUFSITZEN! DIE WARGE SIND SCHON IN DER STADT!" neben seinen Befehlen trat er selbst an die erste Pferdebox und stieg in sein gesatteltes Ross. Sein Blick schweifte ständig im Raum um zu überprüfen, ob schon alle kampfbereit waren.
"ZWEIERREIHE HINTER MIR!" Er führte sein Pferd hinaus in den Gang vor das geöffnete Tor und blieb stehen. Sein Kopf in den Stall gedreht.
"JETZT BEEILT EUCH DOCHMAL!!!", er wusste, dass seine Reiter schnell waren da dies oft geübt wurde. Auch Nachts so wie es nun der Ernstfall war. Trotzdem konnte es ihm in diesem Augenblick nicht schnell genug gehen.
"AUF GEHTS! DIE LETZEN IN DER REIHE BEKOMMEN MORGEN KEIN ABENDBROT" Darauf hin lachten und grinsten ihm seine Reiter entgegen. Er selbst war froh über den Humor seiner Leute, kehrte aber schnell wieder zu seinem grimmigen Gesichtsausdruck zurück um seinen Männer zu signalisieren, dass es nun ernst wird.
"Reiten wir", sagte er, fast schon mit todsicherem Wissen auf große Verluste in den Reihen der Soldaten.
Der Befehlshaber führte seine Reiter hinaus auf den Hof."REIHE HALT!", und die zwei Reihen aus ca je 20 Mann blieben stehen, parralel zum Tor zum Viertel des Stadrates in dem sie sich befanden."RECHTSDREH!"
Auch diesem Befehl folgten die Männer und führten ihre Pferde nach rechts, zum Tor blickend. Der Anführer der 40 Mann stellte sich vor seine Männer, alles überblickend und er schien zufrieden zu sein. Plötzlich öfnete sich dass Tor hinter ihm worauf man das berstende Feuer auf und bereits in den Häusern davor sehen konnte. Ein Schatten tauchte inmitten des großen Tores auf und schritt hindurch. Es war Nalwyn, eine überaus geschickte Schwertkämpferin. Der Befehlshaber der Reiter trappte ihr entgegen, während dessen schlossen die paar Fußsoldaten die ihr folgten wieder das Tor. "Wie ist die Lage, Nalwyn?" fragte Enemer.


Nalwyn schaute zu Enemer auf. Aus dem rußverschmierten Gesicht, blicken ihn kalte Augen an. "Frauen und Kinder sind überwiegend in Sicherheit gebracht. Hier ist schnelles Handeln angesagt." Ihre Stimme klingt ruhig, ganz gefühllos. Für einen kurzen Moment scheint sie noch etwas hinzufügen zu wollen, steckt dann aber nur entschlossen ihr Schwert weg, das sie noch in der Hand hält, um dann mit ruhiger entschlossener Stimme weiter zu berichten. " Die Frau des Stadtrats allerdings sucht noch immer nach ihrem Sohn. Ist er hier bei euch?" Nalwyn deutet mit einer Handbewegung auf Enemers Männer bevor ihr Blick wieder auf dem Mann hoch zu Pferd zu ruhen kam. Abwartend auf eine Antwort.
    

Etwas verwundert und besorgt blickt Enemer auf Nalwyn hinab "Ich dachte die Familie des Stadtrates und seine Berater sind im Rathaus."
Stirnrunzelnd streicht er sich unter seinem Helm über sein Gesicht und bildet an seinem Kinn eine Faust, wie er es immer tut wenn er unentschlossen ist und schneller Handlungsbedarf ansteht. In diesem Moment poltert es an der Tür und Warggeknurre ist laut vernehmbar. Die vier Bogenschützen an den Tumrgestellen links und rechts des großen Tores zum Ratsviertel hatten alle Hände voll zu tun um Pfeile auf die Gegner vor der Tür zu schießen.
Da knurrt Enemer kurz und sagt:"Du führst die Reiter bis ich wieder da bin. Ich seh mal nach dem rechten im Rathaus und erkundige mich wo wer abgeblieben ist." Im selben Moment steigt er von seinem Pferd. "Nimm solang mein Pferd, ich komme gleich nach."
Enemer dreht sich zu seinen Männern um, die die beiden schon besorgt und verwirrt entgegenblickten. Mit ernstem Blick und lauter Stimme spricht er zu ihnen:"IHR FOLGT NALWYN SOLANGE BIS ICH ZURÜCKKOMME MIT DER SELBEN LOYALITÄT WIE IHR MIR FOLGENH WÜRDET! SIE WEIß WIE ES UM UNSERE STADT STEHT!" Wieder poltert es an der Tür und das Kratzen großer Klauen an dem Tor war zu hören. Lange wird sie wohl nicht mehr standhalten.
Enemer blickte in dieser Schrecksekunde kurz zum Tor. Dann sprach er weiter und blickte dabei Nalwyn ernst an, wohl sie wie seine Männer betreffend:"OHNE WIDERREDE!"
Schließlich schnallte er seinen Schild um seinen Rücken blickte Nalwyn nochmal mahnend an und schritt schnell Richtung Rathaus.
    

Das Kratzen und Knurren der Warge lässt Nalwyn für einen Moment erstarren uns so nimmt sie Enemers Pferd am Zügel, ohne Wiederrede. Als Kind Rohans waren ihre Pferde vertraut und sie konnte natürlich reiten. Trotzdem ist sie für einen Moment unschlüssig... und folgt Enemer mit dem Blick, stumm.
Dieser Mann forderte ständig gehorsam von ihr, etwas das ihr sehr schwer fiel. Doch dann schien die Vernunft über alles andere zu siegen, sie drückte einem nahe stehenden Soldaten die Zügel in die Hand, lief Enemer nach und hielt ihm am Arm zurück. Leise aber bestimmt ist ihr Tonfall " Dort ist niemand mehr, das Rathaus brennt, die Orks und ihr Gefolge sind überall... "
    

"Was soll das heißen?!", zischt Enemer ihr entgegen. "In Belagerungs- und Notfallsituationen hat sich der Stadtrat ins Rathaus zurückzuziehen. ACH VERDAMMT!" Bei seinem fluchenden Ausruf stößt er seinen Speer mit der Spitze voran in den Boden, sodass er aufrecht stecken bleibt. Sich kurz umsehend streifte sein Blick die Reiter die inzwischen flüstern und unruhig wirken.
Mit einem Seufzer fragte er Nalwyn ruhig und leise:"Wo sind sie? Und wie sind unsere Truppen in der Vorstadt noch instande Gegenwehr zu leisten?"


Leise und ein wenig verärgert ob seines Fluchens zuerst: "Wenn du meinst da rein gehen zu müssen, dann tue es. Aber das Ratshaus brennt und alle wurden mit den Frauen und Kindern in die nahen Wälder gebracht." Dann etwas ruhiger und gelassener wieder " Die Männer werden sich nicht mehr sehr lange halten können wenn sie niemand unterstütz." Dann zieht sie ihr Schwert wieder aus der Scheide, schaut zu den wenigen Männern die mit ihr kamen, deutet mit dem Schwert in eine Richtung, doch bevor sie ihnen folgt blickt sie von Enemers Speer zu ihm. Leise fast ein wenig belustigt:" Ich hoffe du hast noch genug Kraft, den auch in einen Ork so reinzuhauen." Fast könnte man meinen das sie kurz Lächelt als sie den Männern folgt.
    

Enemer blickt ihr noch schweigen hinterher, schmunzelt einmal kurz doch als erneut ein Poltern an dem Tor zu hören ist erlischt sein Grinsen. Er blickt nochmal besorgt zum Rathaus hinüber und murmelt: "Hoffentlich riechen die Warge die Leute bei den Wäldern nicht."
Als ein Aufschrei vom Tor in sein Ohr dringt blickt er wieder hinüber. Ein Bogenschütze fällt von einem Armbrustbolzen getroffen von dem kleinen Verteidigungswall und bleibt reglos am Boden liegen. Es dauert nicht lange da ducken sich auch die anderen vor Pfeilen und Bolzen weg.
"ALSO DANN, MÄNNER!" ruft Enemer und zieht seinen Speer im Vorbeigehen aus dem Boden, "LASST UNS DIE STADT SÄUBERN!" Er schreitet schnellen Schrittes zu seinem Pferd und schwingt sich in den Sattel, wendet sein Pferd und steht etwa mittig vor seinen 40 Reitern.
Das Tor knarrt immer lauter als sich die Warge immer wieder dagegenwerfen um es aufzubrechen. Gespannt blicken alle in Richtung Tor.
"NALWYN!" ruft er ihr zu und bedeutet ihr mit Handzeichen, sich mit den wenigen Männern die bei ihr waren neben dem Tor zu postieren.
    

Nalwyn sprach mit einem der Männer leise als der Aufschrei des Bogenschützen sie herumfahren lies. Wie gebannt starrte sie auf ihn. Wie sie den Tod hasste. Er nahm einem alles was einem lieb und teuer war. Erst als sie Enemer ihren Namen rufen hörte löste sie ihren Blick und schaut zu dem Rufenden.
Mit einem kurzen Handheben lässt sie Enemer wissen, das sie verstanden hatte. Sie nahm mit den Männern die ihnen zugedachte Stellung ein und wartet. Über das knurren der Warge hörte sie die hässlichen Laute der Orke. Als ihr Blick nochmals auf die Beritten fiel murmelte sie den Männern zu "Passt auf, kommt den Pferden nicht zu nahe!" Dann schloß sie beide Hände um ihr Schwert und wartet. Sie rechnete mit jedem neuen Beben des Tores, das es nun einstürzen würde. Und dann barst es...
    

Die Pferde scherten schon nervös mit den Hufen und auch Enemer konnte sein Pferd kaum ruhig am Fleck halten. Er blickte nochmal hinter sich rief:"ZIEHT DIE WAFFEN!" Er selbst hielt seinen Speer dabei in die Höhe und blickte gebannt auf das Tor. Nalwyn bereit zum Gegenschlag, das Tor barst und in dem Moment schwenkt er nochmal zu seinen Männern:"REITEN WIR!!!" und er reitet als erster voran, immer schneller werdend auf die kurze Distanz zum Tor. Seine Männer sind Enemer direkt an den Fersen, brüllend und laut wie Donner der über einem im Himmel nach einem Blitz ertönt.
Noch ehe der erste Ork einen Fuß in das Ratsviertel setzten konnte überrannten die Pferde den Eingang und brachen nach außen durch, noch nichts ahnend wieviele Gegner sie erwarten...


Mit dem Bersten des Tores hob Nalwyn eine Hand, deutet den Männern an zu warten. Ihr Blick auf die Reiter gerichtet. Als sie los preschten schloß sie für eine Sekunde die Augen, ein Stoßgebet zu den Valar schickend. Dann fielen die Männer um sie herum in das Brüllen der Reiter ein und als diese durchs Tor waren gab es auch kein Halten mehr für die Fußsoldaten. Die ersten Feinde überrascht von der Wucht der Reiter waren einfach niedergetrampelt worden. Aber schon drangen Neue nach und Nalwyn und ihre Männer wurden in Kämpfe verwickelt. Die junge Frau verfügte zwar nicht über die Kraft der Männer, war dafür wendig wie eine Katze und konnte so den meisten Schlägen ausweichen und musste nicht parieren. Nalwyn versucht ausserhalb der Reichweite der Pferde zu bleiben und sich mit aller Kraft gegen die anstürmenden Orks zu wehren.
Die Luft war heiß von den Bränden, erfüllt vom Gebrüll der Männer und Orks, das Knurren der Warge und das Schnauben und Wiehern der Pferde lag in der Luft. Nalwyn konnte nicht überblicken wie viele Orks es waren, und ob sie überhaupt eine Chance hatte zu gewinnen. Sie schlug einfach auf alles ein was vor ihr auftauchte und hässlich aussah.


Enemer führte seine Männer ein Stück den Hauptweg hinunter und hob seinen Speer zum Anhalten, dann kehrten sie ihre Pferde und ritten zurück, um den Fußsoldaten zu helfen. Das Warggeknurre war noch immer überall zu hören, doch hatte Enemer noch keinen gesehen, weswegen er etwas beunruihgt war.
Im Kampfgetümmel rief er laut:"HELFT DEN FU?SOLDATEN UND PASST AUF, DASS IHR KEINEN DER UNSEREN ÜBER DEN HAUFEN TRAMPELT!"

Nach einigen Speerstößen gegen herumirrende Orks schaute er auf um sich ein Bild der Schlacht machen zu können.
Die Stadt brennt lichterloh, Orks aber auch der eine oder andere Seiner Soldaten sowie viele Menschen der Bevölkerung von Nordhalm lagen tot auf dem Boden. Zu viele für Enemer´s Geschmack. Er hatte immer schon gewarnt, dass die Wachen zu schlecht ausgebildet und die Befestigung der Stadt zu schwach sei für Zeiten des Krieges.

"NALWYN, WO BIST DU?", rief er in die Nacht hinein und trappte vorsichtig hin und her.
    

Nalwyn wusste nicht mehr wie oft sich ihr Schwert schon in das Fleisch eines Orks geschitten hatte. Aber mit jedem Schlag merkte sie, wie ihre Kraft nachließ. Das Knurren der Warge schien leiser zu werden, aber das Knistern der Flammen dafür um so lauter.
Die junge Frau vermied es tunlichst ihren Blick auf den Boden zu richten. Der kupferne Geruch nach Blut, der in der Luft lag reichte schon allein, um zu erzählen, wie viele Menschen hier tot oder verletzt lagen.
Einer der Männer nahe bei ihr, schrie auf, und als sie sich im zuwendete sah sie die Todesangst in seinen Augen, und den Ork der sich ihm hämisch Grinsend fast schon genüsslich näherte, um allem ein Ende zu machen. Nalwyn hob noch im Rennen das Schwert und schlug es mit aller Kraft auf den Kopf des Ungetüms. Sie traf ihn mit der Breitseite des Schwertes im Nacken und ein häßliches Knacken war zu hören. Die Wucht des Schlages riss ihr das Schwert aus der Hand, sie konnte nicht mehr rechtzeitig den Schwung abbremsen, stolperte über den zusammenbrechenden Ork und viel in den Dreck. Der Soldat, den sie damit geholfen hatte, hatte sich wieder aufgerappelt und dem Ork sicherhaltshalber noch das Schwert in die Brust gerammt.
Nalwyn rappelte sich leicht benohmen auf, suchte fast panisch ihr Schwert. Immer wieder murmelte sie: "Mein Schwert, verdammt wo ist mein Schwert!" Sie hörte wie jemand ihren Namen rief. Was wollte er von ihr..sie brauchte unbedingt ihre Waffe, ohne sie war sie schutzlos... verdammt wo war das Teil nur hingeflogen...
    

"NAAAAAALWYYYN!" ruft Enemer durch den immer dichter werdenden Rauch. Es ist bereits verdammt heißt zwischen den Häusern und trotzdem huschen die Schatten der Orks aus den Seitengassen und kleineren Wegen hervor um die Soldaten anzugreifen. Diese wehren sich erfolgreich, doch wie lange noch?
Als er eine Person auf allen vieren etwas hastig herumkriechen sieht trabt er etwas auf sie zu. Vom Rauch muss er husten und kann der Person nicht zurufen, jedoch erkennt er beim Näherkommen dass es sich um Nalwyn handelt. "Was macht sie da?",fragt er sich in Gedanken und muss kurzzeitig die Augen schließen da der Rauch so beißt.
Als er sie wieder öffnet und sich nach seinen Männern umsehen will erkennt er einen Ork langsam auf Nalwyn zuschleichen. Bereits zu nah an ihr dran als das ein Sprint mit seinem Ross ausreichen würde.
"NALWYN! BLEIB UNTEN!" bei diesem Ausruf hatte er seinen Speer schon zum Wurf ausgerichtet und seinem Pferd die Sporen gegeben....


Sie flucht leise vor sich hin. Der Rauch beginnt sie im Hals zu kratzen und die Augen fangen an zu tränen. Der Geruch nach Blut, Dreck und vielem mehr vermischte sich und Nalwyn gerät immer mehr in Panik. Ruhig denkt sie bei sich, du musst ruhig bleiben und dieses vermaledeite Schwert finden. Da bekommt sie etwas zu fassen, einen Griff, fest pakt sie zu und will sich aufrichten,als hufgetrampelt sie inne halten lässt. Einer der Reiter war in der Nähe, nur wo. Regungslos verharrte sie um sich zu orientieren, seine Richtung festzustellen. Durch die tränenden Augen beginnt ihre Sicht zu verschwimmen, und sie blinzelt mehrmals. Da! Jemand rief, rief nach ihr jetzt gerade, das war Enemer, was wollte er denn nur...dann wird ihr bewusst das er mehr geschrien hatte als ihren Namen. Unten bleiben, warum unten bleiben? Nalwyn zieht das Schwert näher, es war tatsächlich ihres, als sie durch die Rauchschwaden hindurch ein Pferd auf sich zu kommen sieht. Halb aufgerichtet verharrt sie wie erstarrt.
    

Im vollen Galopp zieht er auf Nalwyn zu, doch als sie sich aufrichtet reißt er die Augen auf, der Ork nähert sich nun schon bedrohlich und ein Wurf aus dem Ritt wäre bei so einer schlechten Sicht mit fatalen Folgen verbunden, sollte er nicht an Nalwyn vorbeigehen.
Ohne nachzudenken treibt er sein Pferd mit vollem Risiko schneller an und versucht es rechts an Nalwyn vobeizuführen. Die Rauchschwaden verdecken kurz seine Sicht auf sie und den Ork. Ich hab keine Wahl mehr, denkt er sich und zieht an Nalwyn vorbei und wirft sich aus dem Sattel um sich über sie hinweg auf den Ork zu stürzen...

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Enemer
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BeitragVerfasst am: 31.01.2011 17:25    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Nalwyn starrt noch immer den Reiter an, dann erkennt sie Enemer.
Was tat er da? Wollte er sich umreiten? Wieder zogen Rauchschwaden vorbei und Nalwyn, schon im Begriff aufzustehen und zu flüchten, weg von dem heranstürmenden Pferd, hört auf der anderen Seite in leichtes Grunzen.
Auf einmal gab alles einen Sinn, doch bevor sie sich wieder fallen lassen konnte flog etwas über sie hinweg, traf sie etwas im Rücken, und sie fiel wieder auf Hände und Knie. Schmerz zuckte von ihrem Knie das Bein hinauf. Sie lies sich auf die Seite fallen, rollte auf den Rücken und für einen Moment lähmte sie der stechende Schmerz. Einfach liegen bleiben und die Augen schließen, dachte sich, raus aus diesem Chaos, voller Schmerz,Leid und Tod. Aber der Gedanke war noch nicht einmal richtig verklungen, da stand sie wieder, wenn auch ein wenig unsicher auf ihren Beinen und spähte nach Enemer und dem Ork. Das Schwert wieder fest in der Hand.
Überall aber war nun dieser Rauch, drang in Hals, Nase Augen ein. Nalwyn hustete. Die Kampfgeräusche schienen weniger zu werden, registrierte sie am Rande ihres Bewusstseins. Angspannt versuchte sie Enemer durch den Rauch zu erspähen, hörte aber nur ein leichtes Grunzen, eindeutig der Ork, in ihrer unmittelbaren Nähe.


Den Flug auf den Ork konnte er nur ungefähr abschätzen und so erkannte er den Ork al er soeben mit seinem gezackten Schwert ausholen und Nalwyn damit angreifen wollte. Glück für Enemer, denn so war die Klinge nicht lebensgefährlich für ihn...noch nicht. Mit seinem Oberkörper traf er den Ork an Brust bzw. Bauch und warf ihn somit um. Er selbst prallte ab und fiel mit dem Rücken, auf dem noch immer sein Schild umgespannt war, Nalwyn. Dann ging er leicht benommen zu Boden und versuchte sich schnell wiederr aufzurappeln. Wo ist der Ork?,dachte er bei sich und hielt seinen Speer mit beiden Händen fest und starrte in die Rauchschwaden rings um ihn. Als er sich umblickte um nach Nalwyn zu sehen war auch sie nicht mehr zu finden.
"NALW..Uff." begann er, doch wurde unterbrochen als der Ork ihn versuchte umzulaufen.
Enemer hielt dagegen doch der Ork war nah an seinem Körper und hielt mit einer Hand den Speer fest, mit der Anderen wollte er schon zum Schlag mit seinem Schwert ausholen. Gezwungener Weise lies Enemer seinen Speer los um sich wegzudrehen und der Ork nur seinen Rücken und somit seinen Schild traf. Verärgert grunzte der Ork einmal laut auf und gab Enemer einen Tritt auf dessen Steißbein wodurch er zu Boden fiel. Als er den Staub der Straße wieder ausspuckte blickte er nach vorn und erblickte ein Paar Füße...."Nicht noch einer..."


Nalwyn steht reglos da und lauscht, ein leichter Wind ist aufgekommen, reißt immer wieder die Rauchschwaden auf. Sie erhascht immer wieder einzelne Blicke auf den Ork und Enemer. ... Hört ihn ihren Namen rufen, den Schlag mit dem Schild abwehren...... dann wieder Rauch...etwas fällt ihr vor die Füße... etwa eine Schwertlänge vor ihr...der nächste freie Blick... nun sieht sie nur noch den Ork.. Blickt vor sich zu Boden und erkennt das Schild des Mannes. Auch bemerkt sie das er den Kopf hebt... wieder einen Blick zum Ork... der hebt das Schwert, um es dem am Boden liegenden ihn den Körper zu stossen.... Nalwyn durchfährt Angst... dann schreit sie: "dreh dich weg, mach schon roll zur Seite..."... Schnell genug, um den Ork noch abzudrängen ist sie nicht, das weiß sie, deshalb macht sie etwas waghalsiges, und schleudert ihr Schwert nach dem wiederlichen Monster.
    

Als Nalwyn ihm zurief hauchte er ihren Namen vor sich hin und begriff erst kurze Zeit später, dass sie ihn warnte. Doch als er sich aufrappen wollte um ihrem Zuruf folge zu leisten und dem Orkhieb auszuweichen, da spürte er einen enormen Druck auf seinem Rücken der ihn wieder auf den Boden presst. Der Ork war an ihn herangeschritten und stemmte ein Bein in seinen Rücken um ihn am Boden zu halten. Schon als Enemer auf den Knien war, holte der Ork zum Schwertschlag aus.
Enemer kniff die Augen zusammen und hoffte, dass der Ork dumm genug war um auf seinen Schild zu schlagen. Ansonsten hätte er keine Chance.
Als er den Schwertschlag abwartete merkte er wie der Druck des Beines stark nachlies ehe er gar nichts mehr spürte. Als er sich zur Seite dreht um nachzusehen was der Ork treibt, sieht er wie er nach hinten taumelt und rückwärts zu Boden fiel. Nalwyns Schwert hatte ihn mitten in die Brust getroffen.
Nachdem er sich aufgerappelt hat blickt er vom Ork lächelnd zu Nalwyn: "Jetzt sind wir ja quitt". Dann wischt er sich mit dem Ärmel einmal über seine dreckige Wange und tritt an sie heran.


"Quitt?...ach so ja... quitt!..." Nalwyn wendet ihren Blick ab von dem Ork. Für dieses mal hatten sie beide wirklich Glück gehabt. Ihre Beine beginnen leicht zu zittern und ihr Knie, sie musste auf einen Stein oder ähnliches gefallen sein, schmerzt. Trotzdem kann sie nicht umhin ihr Kinn ein klein wenig trotzig in die Höhe zu strecken. Auf keinen Fall wollte sie ihm erlauben, sie, wie einen seiner Soldaten, herumzukommandieren. "Ich wäre mit dem Ork spielend fertig geworden!.... "und nach einer kurzen Pause mit einem funkeln in den Augen " ... aber... solltest du nochmals in Erwägung ziehen dich vor mir auf den Bauch in den Staub zu schmeißen... dann bitte in einer Situation, in der ich nicht durch Orks oder ähnliches abgelenkt bin!" ein kleines Lächeln huscht am Ende über ihr Gesicht. Wie froh sie war, das er unverletzt zu sein schien, behielt sie für sich.
    

Enemer schmunzelt einmal kurz und blickt sich nach seinem Speer um. Alls er ihn erspäht hat nähert er sich ihm, bückt sich und hebt ihn auf. Der Wind geht inzwischen stärker und zieht die dichten Rauchwolken des Brandes mitsich. Als er an dem toten Ork wieder vorbei geht, bückt er sich und zieht Nalwyns Schwert aus dessen Brust. Als er auf Nalwyn zugeht lässt er die blutverschmierte Klinge nach unten hängen und reicht sie ihr am Knauf festhaltend. Darauf sagt er sanft zu ihr:"Na los, vertreiben wir die Orks aus unserer Stadt"
    

Nalwyn beobachtete Enemer, wie er seinen Speer aufhebt, und ihr Schwert aus dem toten Ork zieht. Verwunderung spiegelt sich auf ihrem Gesicht während ihr kurz der Gedanke durch den Kopf ging, das es eigentlich gar nicht passte, das Enemer seine Männer sich selbst überließ. Jetzt, wo keine unmittalbare Gefahr mehr bestand, erinnerte sie sich daran, ihn mehrmals nach ihr rufen gehört zu haben. Ob er sie gesucht hatte? Entschlossen schob sie den Gedanken beiseite und humpelt ihm dann ein ein zwei Schritte entgegen. Erst jetzt bemerkt sie das der Kampflärm direkt um sie herum nachgelassen hatte und wirft einen Blick in die Runde. Bei seinen Worten wendet sie sich ihm wieder zu und nickt. Dann greift sie nach dem Knauf der Klinge wobei sie das Gesicht verzieht. Schmerz zuckte durch ihre Schulter, dort wo sie der SChlag getroffen hatte, der sie ein weiteres Mal zu Fall gebracht hatte. Wenn sie das hier lebend überstanden, würde sie sich mindestens eine Woche nicht mehr bewegen, egal wieviele Befehle Enemer brüllte, oder Übungen ansetzte. Nein, sie würde sich zu nichts von ihm überreden lassen. Zu gar nichts. Dann blickte sie ihm ins Gesicht und meinte: "Bringen wir es zu Ende." und sehr leise: "Danke Enemer!"
    

Er nickt ihr zu, klopft ihr zwei mal auf die Schulter mit der sie ihr Schwert entgegennahm und sprach:"Na dann...reiten wir" dabei blickte er bös grinsend in die Ferne und lief los. Die letzten leisen Worte von Nalwyn hörte er nicht mehr. Er war schon zu erzürnt über das Eindringen der Orks in die Stadt, in der ER die Aufsicht hatte.
Als er merkt, dass sie nur hinterher humpelt und nicht so schnell wie sonst war, macht er schnell kehrt, wobei er ausrutschte und sich mit seiner Hand am Boden abstützte ehe er zu ihr zurück sprintet.
"Alles in Ordnung?", fragte er sie als er wieder bei ihr ankam.
    


Sie humpelte hinter ihm her. Zorn wallte in ihr auf. Erst wälzte er sich am Boden, dann klopfte er ihr auf die Schulter, das der Schmerz sie fast aufschreien lässt. Anschließend rennt er weg, hört nicht einmal das sie ihm gedankt hatte. Und das, wo es sie solch eine Überwindung gekostet hatte.
Sie kann sich ein schadenfrohes Lachen nicht verkneifen als er ausrutscht, bleibt stehen.
Auf seine Frage geht sie erst nicht ein sondern erwiedert: "Entweder hoch zu Roß oder unten im Dreck mir zu Füßen. Wird das eine neue Angewohnheit von dir?"
Dann mit einem bösen Blick führt sie weiter aus: " Wenn alles in Ordnung wäre, würde ich nicht langsam hinter dir her humpeln!"


"Hmm...",überlegt Enemer und überlegt kurz wobei er seine Faust wieder an sein Kinn hält.
"Kannst du denn noch kämpfen?"


Erzürnt blickt sie ihn an, sprachlos. Dann schubst sie ihn zur Seite, humpelt so schnell sie kann weiter. "Pah... natürlich..."murmelt sie "das ist mein Zuhause. Natürlich kann ich kämpfen." Allerdings wird Nalwyn etwas langsamer, kann das zuerst vorgelegte Tempo nicht ganz halten.
    

Er schmunzelt als er ihr hinterhersieht. Blickt dann aber in die Runde, auf die brennenden Häuser und kann verstehen, was in ihr vor geht. Er ist froh eine wie sie in der Stadt zu haben, denn nur wenige haben soviel Mut und gleichzeitig die Kenntnis und Geschicktheit im Kampf.
Dann folgt er ihr bis er gleich auf ist und hält ihr Schritttempo.
"Wir sollten erst alle noch verfühgbaren Männer sammeln ehe wir vor das Stadttor treten" Während er seine Worte ausspricht blickt er umher um mögliche Verletzte oder noch kampfbereite Soldaten ausfindig zu machen.
    

Nalwyn atmet tief durch, versucht nicht langsamer zu werden, und verbannte Enemer aus ihren Gedanken, . "Mhm..." antwortet sie "...wo ist dein Pferd?" Mit jedem SChritt war sie nach aussen hin, die ruhig, kühle Kämpferin. Nur auf ihrem Gesicht konnte sie nicht ganz verbergen das ihr jeder Schritt Schmerzen bereitet.


"Das wird schon wo heurmlaufen",lächelt Enemer sie an. Er bemerkt zwar, dass sie verletzt ist, jedoch versucht er nicht darauf einzugehen. Außerdem würde sie sich sowieso nicht ausrasten wollen. Dafür ist sie viel zu stur und stolz.
"Lass uns zum Hauptplatz hinunter gehen. Mal sehen wie dort die Lage ist"


Nalwyn lächelt sogar leicht, und nickt nur zustimmend. Schlägt den Weg zum Hauptplatz ein. Das Klirren der Schwerter schien weniger zu werden und auch die Rufe der Menschen überwiegten. Nur noch selten war das Grunzen eines Orks zu hören.
Als sie den Hauptplatz erreichen ist alles ruhig. Einige Reiter sammeln sich. Einer von ihnen führte sogar Enemers Pferd am Zügel mit. Was sie untereinander sprachen verstand Nalwyn nicht. Aber wahrscheinlich ging es um den Verbleib ihres Anführers.
"Deine Männer.."wendet sie sich an Enemer .."sie werden schon nach dir suchen. Du musst zu ihnen gehen."

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BeitragVerfasst am: 31.01.2011 17:25    Titel: Re:


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BeitragVerfasst am: 31.01.2011 17:28    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Er blickt auf seine Reiter, immer mehr fanden sich ein. "Hoffentlich sind nicht zu viele gefallen. Gute Reiter hier im Norden zu finden ist verdammt schwer", denk er sich und schreitet zu seinen Männern.
"ALLE DA?!" ruft er grinsend und mit leichtem Hohn in die Menge. Darauf hin brüllen die Männer ein kraftvolles "JAWOHL!" zurück als sie ihn erblickten und lachten kurz.
Enemer tritt an sein Pferd heran und spricht weiter:"Es wird Zeit, dass wir die Orks wieder aus unserer Stadt vertreiben. In fünf Minuten reiten wir zum Haupttor hinaus und sehen dann, wieviele sich noch der Stadt nähern oder fliehen wollen. Dann sehen wir nach dem Stadtrat." Nach einer kurzen Pause fühgt er hinzu:"UND WEHE EIN ORK BLEIBT MIR IN DIESER STADT AM LEBEN!"
Wieder erklingt ein lauter Aufschrei der Männer und zufrieden blickt sich Enemer um. "Die Stadt selbst ist wohl eh nicht mehr zu retten",denkt er sich als er die Flammen immer höher schlagen sieht.
Wie seine Männer überprüft er seine Ausrüstung sowie den Sattel seines Pferdes und ob es diesem auch noch gut geht.


Nalwyn lässt sich erst ein wenig zurückfallen und bleibt dann stehen. Schaute Enemer nach. Eines musste man ihm lassen, mit seinen Männern konnte er umgehen.
Während sie dem Wortwechsel mit einem leichten Schmunzeln folgt, schaut sie sich um. Eine nahe Hauswand sah noch unversehrt aus. Ein paar Minuten anlehnen und ausruhen konnten nichts schaden. Im Moment konnte sie eh nichts mehr tun. Mit den Reitern kann sie nicht mithalten.
Am Tor sammelten sich die restlichen Fusssoldaten und warten das Enemers Reiter das Tor durchschritten.
Nalwyn seufzte leise. Bis es soweit war, konnte sie noch immer aufschließen. Bald würde es vorbei sein. Die junge Frau schließt erschöpft die Augen.


Als Nalwyn einmal kurz blinzelt kann sie erkennen, dass Enemer auf sie zukommt. Er hatte seine Ausrüstung bereits fertig überprüft und wartete nur mehr bis der Großteil seiner Reiter einsatzbereit waren.
Sie schließt nochmal kurz die Augen, erschöpft und angeschlagen wie sie war, etwas länger als sie wollte. Ehe sie sie wieder aufmachen kann hört sie Enemer in unmittelbarer Nähe fragen:"Doch schlimmer als angenommen?"


Nalwyn zuckt erschrocken zusammen. Dann nickt sie, führt diese Bewegung aber nicht vollständig aus, sondern verflucht sich selbst in Gedanken für ihre Unachtsamkeit. Es machte sie zornig, das er sie in einem Moment der Schwäche überrascht hatte. Und so fährt sie ihn barsch an: "Hast du nichts wichtigeres zu tun, als ständig nach mir zu schauen?" Dann steckt sie ihr Schwert weg und stösst sich von der Wand ab. Was eigentlich stolz und unnahbar wirken sollte, wurde nur kläglich, da sie in ihrem Zorn nicht an ihr Knie dachte. Denn als der Schmerz sie durchfuhr, strauchelt sie.
    

Als sie sich abstößt und zu straucheln beginnt wollte Enemer sie kurz stützen, dachte aber an ihren Stolz understarrt noch vor Ende seiner vorschellenden Handbewegung.
"Meine Männer müssen sich noch kurz vorbereiten. Da brauch ich nicht jedem hinterherlaufen und zu kontrolieren. Ich glaube du solltest dich ausruhen. Viel kämpfen wirst du wohl nicht mehr können";antwortet Enemer kühl. Er weiß selbst nicht warum er immer wieder nach ihr sieht. Undankbar wie sie ist und immer so stur...ganz wie ihr Bruder....
"Nimm dir ein Pferd und reite nachdem wir hinaus sind mit ein paar Torsoldaten zum Standpunkt des Stadtrates. Du bist schließlich die einzige die jetzt weiß wo sie sich aufhalten, oder?",lächelt Enemer sie an.
"Ich hoffe zumindest, dass du die einzige bist und die Orks sie noch nicht gefunden haben."
    

Nalwyn schafft es das Gleichgewicht zu halten, aber seine Bewegung, wahrscheinlich um ihr zu helfen, blieb ihr nicht verborgen. Und obwohl ihr Stolz sich jede Hilfe von Enemer verbot, war da etwas wie ...Enttäuschung?... Nalwyn strafft sich. Sie geht...humpelte an ihm vorbei dabei meint sie:" Du kannst mich mal! Mich muss man auch nicht kontrollieren. Und allein ich entscheide wann für mich genug ist!" dann dreht sich Nalwyn kurz zu ihm um. Ein paar der Männer" sie deutete zu jenen die mit ihr durch das Tor gekommen waren, noch als alles begann "wissen auch wo sie sind."
Anschließend wendet sie sich um, setzt ihren WEg fort.
Wenn das vorbei ist, denkt sie, werde ich soviel Abstand wie es nur geht zwischen diesen Mann und mich bringen.


Enemer dreht sich mit ihr um und schaut ihr nur kopfschüttelnd nach. "Das kann ja was werden", denkt er sich und geht wieder zu seinen Männern. Er beobachtet jedoch was Nalwyn treibt.
"ALLE BEREIT? DANN AUFSITZEN!", bei seinem Befehl schwangen sich die restlichen, noch am Boden stehenden Reiter in ihre Sattel. Er selbst überblickte nochmal den Hauptplatz und schwingt sich schließlich selbst auf sein Pferd.
Dann schwenkt er sein Pferd umher um nach Nalwyn zu sehen. Auf die Distanz konnte sie wahrscheinlich seinen etwas enttäuschten Blick nicht sehen, doch er hatte jetzt keine Zeit um sich auf ihre Gefühle zu konzentrieren, er musste die Stadt, Nalwyns Heimat verteidigen.
"AUF GEHTS MÄNNER!", den Blick noch auf Nalwyn ruhend als er sein Mearh aufbäumen lies um zu signalisieren, dass es wieder los geht."REITEN WIR!" und er gibt seinem Pferd die Sporen worauf auch die anderen Reiter losritten ihm zu folgen.


Nalwyn setzt ihren Weg über den Platz hinweg fort. Einer der Männer lässt einen derben Spruch los und Nalwyn lacht auf während sie den Kopf nur schüttelt.
Schnell und kurz gibt sie Enemers Anweisungen weiter und zwei Männer machen sich auf nach Pferden zu schauen. Denn allem Stolz zum Trotz, hatte Enemer Recht. Und Nalwyn mochte unvernünftig sein aber nicht dumm, sich in unnütze Gefahr zu bringen.
Als sie alles vorbereitet hat, nimmt sie ihren Helm ab und fährt sich mit der Hand durchs Haar. Da sie die ganze Zeit mit dem Rücken zu den Reitern steht, wendet sie sich bei Enemers Befehl zum Aufsitzen um, setzt ihren Helm wieder auf, nickt ihm zu als Signal das auch sie bereit sind.
Die Soldaten folgen den Reitern in sicherem Abstand.
Nur Nalwyn blieb stehen und schaut der Schar nach. Ihr Blick ruht auf Enemer, als sie sicher ist, das er sie nicht mehr beachtet, nimmt sie ihren Helm ab und wartet auf die Männer die schon mit Pferden kommen.
Das aufsteigen fällt ihr zwar, wegen ihres Knies schwerer als sonst, doch kurz darauf sind sie schon auf dem Weg zu jenen, die sie am Anfang des Angriffs in Sicherheit gebracht hatten. Erkengar würde Enemer ebenfalls später dort hinführen.
Nalwyn atmete tief durch, jetzt konnte sie nichts mehr tun, ausser abwarten.


Enemer ritt diesmal nicht als erster, sondern eher als einer der letzten da er sich am Ende der Gruppe auf sein Pferd gesetzt hat. Als sich die Gruppe dem halb eingeschlagenen Haupttor näherte, schickt Enemer mit kurzen Handzeichen immer wieder zwei bis drei Reiter in die Seitengassen um die Stadt nach Orks und Verletzten bzw. Überlebenden abzusuchen, denn immer wieder rannten vereinzelt Soldaten aus diesen auf die Hauptstraße und versuchten mit den Reitern Schritt zu halten oder liefen hinter ihnen her.
Ehe sie die Hauptstraße zum Tor abbogen hörten sie schon Kampfgeschreie der Wachmänner sowie Waffengerassel. Die Reiter biegen um die Ecke und ihnen bietet sich ein schrecklicher Anblick. Viele der Wachmänner lagen regungslos am Boden, mit Pfeilen gespickt, Körperteile abgeschlagen oder abgebissen und auch teilweise von Speeren aufgespießt.
Die Holzsplitter des Tores lagen überall am Boden verteilt herum und die zwei Wachtürme waren nach außen hin umgefallen, womöglich umgerissen worden. Die wenigen Wachen die noch zu sehen waren werten sich mit allen Mitteln gegen die bereits zurückweichenden Orks. Trotzdem gab Enemer erzürnt den Angriffsbefehl:"REITET SIE NIEDER! ICH WILL KEINEN ORK IM UMKREIS UNSERER STADT MEHR SEHEN!"
"REITEN WIR!", erklang es laut von den Reitern um auf sich aufmerksam zu machen. Die Wachen und Orks die im Kampf vertieft waren schauten auf und traten entweder zur Seite, oder, wie es die meisten Orks taten, nahmen Reissaus.
Die Pferde stürmten auf das halb offene Tor zu und überrannten die handvoll Orks die zu spät hinausgelangten. Vereinzent bzw. maximal zu Zweit trabten die Reiter aus dem tor und stürmten den fliehenden Orks nach.
Auch Enemer trabte hinaus. Doch ehe er hinausritt, rief ihm einer der Wachmänner zu:"Enemer! Enemer, ich muss Euch etwas ausrichten!" Es handelte sich dabei um Erkengar, einen der wenigen Wachhauptmänner in Nordhalm.
Doch Enemer nickte nur und ritt mit seinen Männern vor das Tor um die Orks zu jagen.

Nalwyn reitet nach dem Gegenangriff der Reiter langsam aber zielstrebig zum Versteck des Stadrates. Ihr folgten
einige der Fußsoldaten und Wachen, sowie ein Teil der Bevölkerung der Stadt. Dort angekommen berichten ein Wachhauptmann
dem Stadtrat wie die lage der Stadt im Moment ist. Dabei blickt Nalwyn auf die brennende Stadt zurück, manche meinen
dabei eine Träne ihre Wange hinunterlaufen gesehen zu haben. Wohl die Erste, die sie an ihr je gesehen haben.

Nach ca. einer Stunde kamen die Reiter zur Stadt zurück. Viele sichtlich müde von der wohl schwierigen Verfolgung.
Enemer hingegen brannte innerlich erneut vor Wut, als er die Stadt in Schutt und Asche sah. Die Wachen und Soldaten die in der Stadt bleiben, versuchen mit Wassereimern und Menschenketten die restlichen Brände zu löschen.
Als Enemer von seinem Pferd abstieg um sich ein Bild von der Zerstörung zu machen, vernahm er eine Stimme hinter sich.
"Enemer, würdet Ihr mir folgen?"
Ehe er sich umdrehen konnte erkannt er die tiefe Stimme, die zu ihm sprach.
"Erkengar, was kann ich für Euch tun?", fragte Enemer so höflich er in seinem Gemütszustand konnte.
Dieser antwortete ihm:"Nalwyn bat mich, Euch zum Stadtrat zu führen, sobald die Gefahr vorrüber ist."
Enemer nickt:"Gut, holt uns zwei frische Mearas. Ich seh mich hier nur kurz um."
Erkengar geht in Richtung Hauptställe hinauf, während Enemer sich umsieht. Viele Verluste in den Reihen der Wache und Soldaten. Auch einige der Reiter kehrten nicht zum vereinbarten Sammelort zurück. Wieviele konnte Enemer im Moment noch nicht sagen.
Nach einigen Minuten kehrt Erkengar mit zwei gesattelten Pferden zu Enemer zurück. "Seht bitte zu, dass das Feuer endlich ausgeht und schaft die Toten weg", gibt er als letzte Anweisung und die beiden machen sich auf den Weg in Richtung des Waldrandes von Fangron, wo sie schon erwartet wurden...
    


Nalwyn wendet ihren Blick nicht ab von der Stadt. Gegen jede Vernunft bleibt sie einfach stehen und wartet geduldig. Jemand tritt an sie heran, möchte sie zum setzten bewegen, aber sie schüttelt nur stumm und stur den Kopf.
Die Dämmerung bricht an und bald würde die Sonne ihre ersten STrahlen über den Horizont im Osten senden. Sie wird all das Grauen, den Tod, die Zerstörung aufdecken, denkt Nalwyn.
Dann...als die Sonne ihren ersten vorsichtigen Blick wagt, lösen sich zwei Schatten aus der Dunkelheit.
Nicht nur Nalwyn hat sie erspäht auch mehrere Soldaten. Gemurmel erhob sich, die ersten verhaltenen Ausrufe der Erleichterung "Es ist vorbei" "Sie haben sie vertrieben" "Wir können zurück"... Erst als aus den Silhouetten zwei Männer auf Pferden werden, Enemer und Erkengar, wendet sie sich endlich ab und lässt sich mit einem erleichterten Seufzer am Stamm eines Baumes mit dem Rücken hinabgleiten.
Je näher die Reiter kommen um so mehr Menschen springen auf und so waren die zwei Neuankömmlige sofort von einer Traube Menschen umgeben. Alle wollten Neuigkeiten.


"Da vorne sind sie gleich", flüstert Erkengar zu Enemer als sie sich dem Lager näherten. Sie wurden bereits gesichtet und hoffnungsvoll erwartet.
Ehe sie am Lager ankamen sprangen sie von ihren Pferden und wurden umschart von den Menschen.
"Psch sch sch sch...bleibt ruhig", versucht Enemer die Leute zu beruhigen und versucht sich durch die Menschenmenge zu quetschen um näher an den Waldrand zu gelangen und nicht so frei im Feld zu stehen.
Als die Leute ruhiger wurden und Enemer lauschten erzählte er, was sich zugetragen hat und wie es jetzt um die Stadt steht....
"...und darum finde ich, wäre es besser, wenn wir alle mach Süden ins Nachbardorf ziehen. Die Männer und Burschen bleiben mit einem großteil der Soldaten in Nordhalm und versuchen sie wieder aufzubauen. Ihr, verehrter Stadtra...",sprach Enemer ehe er unterbrochen wurde.
"Wo ist mein Sohn? Ihr habt immer noch kein Wort über meine Sohn verloren! Wo ist er? Ist er gefallen? Nun sagt schon!", warf die Frau des Stadtrates histerisch ein.
"Nun beruhigt Euch, meine Gnädigste" erwidert Enemer."Ich bin mir sicher er ist in Nordhalm und hilft inzwischen die Feuer zu löschen."
"Wollen wir es hoffen", sagt plötzlich der Stadtrat. "Aber ich gebe Euch recht, Enemer. Wir sollten Richtung Süden fliehen und Zuflucht suchen bei unseren Nachbarn."
"Gut, ich werde alles nötige veranlassen"verneigt sich Enemer spricht kurz abseits der Leute mit Erkengar."Sucht bitte den Jungen, wenn er nicht da ist wird es sicherlich schwer die Mutter zu bewegen mit nach Süden zu ziehen. Und ich bin mir sicher, dass dann der Stadtrat auch in Nordhalm bleiben will. Aber Ihr wisst ja selbst am besten um den Zustand der Stadt. Also, reitet nun bitte schnell zurück in die Stadt und veranlasst das besprochene. Führt die Leute dann hierher zurück. Auf halben weg treffen wir uns in etwa 2 Stunden. Verstanden?"
Erkengar nickt nur knapp und tut wie ihm aufgetragen, ob freiwillig oder einfach aus Logik um die Situation unter Kontrolle zu bringen konnt Enemer seinem Gesichtsausdruck nicht entnehmen.
Danach sprach er wieder zu den Leuten, dass er alles veranlasst habe und sie sich keine Sorgen zu machen brauchten. Dann viel sein Blick auf Nalwyn die beim Baum am Boden hockt.
Er tritt nach ettlichen Beschwichtigungen der Leute an sie heran und fragt:"Alles in Ordnung mit dir, Nalwyn?"
    

Nalwyn schloß die Augen als Enemer berichtet, lässt sich vom beruhigenden Klang seiner Stimme einhüllen. Erst als er davon spricht Zuflucht im Süden zu suchen und der Sohn des Stadtrats zur Sprache kommt, beginnt ihr Kopf wieder zu arbeiten.
Natürlich würde sie hierbleiben. Aber was den Sohn des Stadtrats betraf, hatte sie sehr starke Zweifel, ihn in der zerstörten Stadt zu finden.
Aber viel wichtiger war für sie, ob ihr frühzeitiges Aufgeben als Zeichen von Schwäche ausgelegt werden würde. Bisher hatte Enemer sie immer nach ihrem Können mit dem Schwert beurteilt und nicht nach ihrem Geschlecht. Würde sich das jetzt ändern?
Aber vielleicht war es auch nicht mehr wichtig, wenn sie hier blieb, den er würde mit Sicherheit mit nach Süden reiten.

So hing Nalwyn ihren Gedanken nach und überhörte ganz das sich Enemers Stimme immer mehr nähert.
"Alles in Ordnung mit dir, Nalwyn?" Sie schrak aus ihren Gedanken. Verflucht, das würde kein guter Tag. Schon zum zweiten Mal hatte er sie überrascht. Mühsam rappelt sie sich auf, ihr Knie würde, wenn es nicht schon war, bald blitzeblau sein.
Die Menschen um sie herum sammeln schon ihre wenigen Habseligkeiten zusammen, Kinder die eingeschlafen waren, wurden geweckt. Langsam breitet sich Betriebsamkeit aus.
Nalwyn mustert ihn kurz und merkt sofort das unter der ausgestrahlten Ruhe noch Zorn schwellt. Deshalb und um nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen antwortet sie leise. Das Enemer sich ihr gesondert zugewandt hatte würde bestimmt schon für das ein oder andere Getuschel reichen, wenn erstmal wieder Ruhe eingekehrt war.
"Es könnte mir nicht besser gehen." Warum hatte sie das jetzt so gesagt? ging ihr flüchtig durch den Kopf. Sie wollte ihn auf keinen Fall verärgern, schließlich wollte sie hier in Nordhalm bleiben. "Ich werde hier bleiben und helfen."
    

Enemers Blick fuhr über ihren Körper und er bemerkte, dass er kurz schmerzhaft zusammenzuckt als sie aufstand. Doch er behielt sein Kommentar für sich. Jeden anderen hätte er befohlen liegen zu bleiben, nur Nalwyn war eben Nalwyn....
"Schaffst du es zurück in die Stadt? Oder soll ich eine Trage kommen lassen?", be dieser Frage trat kurz Verwirrung und gleichzeitig ein winziges Schmunzeln in sein Gesicht. "Ach was red ich denn, du willst es ja doch so" fühgte er schnell und lächelnd hinzu.
"Aber du solltest dich trotzdem lieber von unserem Kräuterfachmann untersuchen lassen, wenn wir wieder in der Stadt sind."
    

"Werde ich machen.." und leise hinzufügend "...vielleicht" Dann schaut sie sich um, braucht Zeit um kurz nachzudenken. Er hatte nichts weiter zu ihrer letzten Feststellung gesagt, hieß das, dass er keine Einwände hat. Am besten sie nahm das als Einverständniss und verlor kein Wort mehr darüber.
Ihr Blick richtet sich wieder auf Enemer. "Wann brechen wir auf zur Stadt?"
    

"Wenn alle fertig und bereit dazu sind" dabei lässt er seinen Blick ringsum schweifen, "Kann nicht mehr lange dauern denk ich."Seine Stimmlage war etwas betrübt. Er wusste, dass er Nalwyn nicht überreden kann in die Nachbarortschaft mitzureiten. Ihr lag viel an ihrer Heimatstadt, doch viel war nicht mehr übrig, wie sich herausstellen sollte.
Schließlich brach die Gruppe nach etwa 10 Minuten auf, die kleinen Feuer waren gelöscht, Enemer teilte die mitgereisten Soldaten auf die Ränder der wandernden Gruppe auf. Er selbst ging an der Spitze voran. Wo Nalwyn mitzog überlies er ihrem freien Willen. Schließlich war sie ja keine Wachfrau oder Soldatin, sonder eine Bewohnerin der Stadt. Dies findet er immer noch sehr schade, denn er konnte sie sich gut vorstellen als Schwertausbildnerin der Wachen in Nordhalm. Aber vielleicht war es ganz gut, dass sie kein Mitglied der Soldaten oder Wachen war....

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Enemer
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BeitragVerfasst am: 31.01.2011 17:32    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Nalwyn wünschte sich bald sie hätte wieder das Pferd zum Reiten, mit dem sie hier her gekommen war. Aber die wenigen Pferde die sie hatten waren für jene genommen worden die alt und sehr schlecht zu Fuß waren. Und so fiel sie immer mehr zurück, bis sie am Ende der Gruppe war. Je näher sie der Stadt kamen um so schwer wurde ihr das Herz und je langsamer wurde sie. Die Zerstörung trieb ihr fast die Tränen in die Augen. Wie lange das wohl brauchte bis es wieder aufgebaut war. Sie blieb stehen, während die Gruppe weiterzog und starrte auf Trümmer.


Enemer blickt erleichtert auf das provisiorisch verbarrikadierte Haupttor der Stadt. Doch taten ihm die zu sehenden Rauchschwaden hinter den Mauern dennoch weh. Genauso wie all den anderen die mit ihm vor dem Tor stehen. Viel getuschel kam auf und Enemer wusste, die Bevölkerung muss schnell weiterziehen. Allzulange dürften sie nicht verweilen. Erstens waren sie nun ein sehr leicht angreifbares Ziel, nicht nur für Orks sondern auch Räuber und die Dunländer stellen ja immer wieder Gefahr für die Riddermark da.

Als Enemer nach Nalwyn sucht erkennt er, dass eine Person sich weit abgeschlagen von der Gruppe zurückfallen hat lassen...Nalwyn.
"Gebt mir ein Pferd" sagt er zu einem der Wachposten und blickt wieder zu Nalwyn die wie angewurzelt stehen bleibt.
Gesagt getan und er schwingt sich in den Sattel und reitet die 20-40 Meter zu ihr zurück.
Kurz bevor er sie erreicht steigt er ab und führt das Pferd mit der Hand weiter.
    


Sie schaffte es einfach nicht den Blick loszureissen. Erst als der Reiter auf sie zukam gelang es ihr. Ihr war auch sofort klar, das es nur Enemer sein konnte. Und sollte er ihr eine Standpauke halten, würde sie nicht einmal etwas dagegen sagen können. Ihr Verhalten gerade war absolut leichtsinnig gewesen.
Als er absteigt, zieht sie ein wenig überrascht die Augenbrauen hoch. Aber etwas sagen konnte sie nicht. Zu aufgewühlt hatte sie der Anblick der Stadt und sie vertraute ihrer Stimme nicht. So ging sie ihm einfach ein paar Schritte stumm entgegen.
    

"Komm, sitz auf", spricht Enemer mit beruhigender Stimme zu ihr und dreht das Pferd neben sich, sodass es hinter ihm stehen bleibt und die beiden aus der Stadt gesehen verdeckt. Er selbst geht dann leicht in die Knie und verschränkt die Finger seiner Hände ineinander für eine Räuberleiter um ihr beim Aufsteigen zu helfen.
"Wir werden gleich unseren Heiler aufsuchen."
    

Nalwyn kämpft mit ihrem Stolz. Nein, sie konnte sich nicht helfen lassen. Und so geht sie zum Pferd und fasst nach dem Sattel. Aber als sie ihren linken Fuß hinauf zum Steigbügel heben will, protestierte ihr rechtes angeschlagenes Knie heftig und genug Kraft hat sie in der angeschlagenen Schulter auch nicht. So kann sie sich gerade so abfangen. Sie weicht Enemers Blick aus, der noch immer abwartend da steht. Einen weiteren Versuch macht sie nicht. Als sie diesmal ihren Fuß hebt, um ihn in Enemers verschränkte Hände zu stellen, geht alles so schnell das sie, bevor sie richtig darüber nachdenkt im Sattel sitzt. Leicht nickt sie zum Dank, ohne ihn direkt anzublicken.
    

Unterdessen schart Erkengar ein paar Männer zusammen um die restlichen Holzspalten und Splitter vom Haupttor wegzuräumen.
Als dies abgeschlossen ist, machen sie sich auf den weg, um nach Schwerverletzten zu suchen.

Die Brände waren zum Großteil gelöscht, nur hier und da mal ein paar kleine Gluten die in den dunklen Steinruinen der zerstörten Häuser auflodern.
         


Enemer lächelt nur matt zu ihr hinauf, denn er weiß wie sehr sie das kränken muss. Aber wenn es nicht will, will es nicht.
"Na komm"sagt er mit ungewohnt lieblicher Stimme. Und er nimmt das Pferd an den Zügeln und marschiert Richtung Haupttor.

Die Menschen des Dorfes sind inzwischen kreuz und quer im Dorf verteilt um nach ihren Habseeligkeiten zu sehen und versuchen zu retten, was zu retten ist. Einige, die Verwandte und Freunde bei den Soldaten und Wachen haben, freuen sich über das Überleben ihrer Angehörigen. Die, die nicht so viel Glück hatten, saßen teilweise weinend am Straßenrand oder gingen stumm schweigend ihre Sachen packen. Andere wiederum wollten es nicht wahr haben und liefen suchend durch die Gassen oder saßen klagend über den Leichnamen ihrer Geliebten.
    

Nalwyn hebt ihren Blick erst, als Enemer das Pferd an den Zügeln nimmt und sich auf den Weg macht. Ihr Blick ruht auf seinem Rücken und irgendwie findet sie es tröstlich, das er da ist, als sie in die Stadt hinein kommen.
Das Leid und die Trauer brandet wie eine Welle über sie hinweg und Nalwyn kann ihm nur begegnen in dem sie ein verschlossenes kühles Gesicht aufsetzt. Sie weiß das ihre Familie in Sicherheit ist. Ihr Bruder war mit seiner Frau erst vor kurzem zum Dorf seiner Frau gefahren, da diese bald niederkommen würde, und bei ihren Eltern sein wollte. Kühl und ruhig fragt sie Enemer: "Würdest du mir sagen, wo du mich hinführst?" und dann sogar mit einem kleinen Schmunzeln in der Stimme "So fühle ich mich dir ein wenig ausgeliefert!"
    

Enemer dreht nur den Kopf kurz zur Seite als sie zu sprechen beginnt, doch blickt wieder nach vorne ehe sie fertig ist. "Vielleicht hab ich dich gern so im Griff", antwortet er ebenfalls mit einer schmunzelnten Stimmlage. "Aber wenn du willst..." und hält ihr die Zügel hin während er stehen bleibt und sie anlächelt.
"Du musst dringend zum Kräuterkundigen"
    


"Oh, jetzt wo ich weiß wo es hingehen soll..." sie lächelt ihn leicht an "...kannst du zu Ende bringen was du angefangen hast." Nalwyn war sehr wohl klar, sollte sie die Zügel des Pferdes übernehmen, würde sie überall, nur nicht beim Kräuterkundigen ankommen. Und ihrem gekränkten Stolz gefiel es, wie er sie durch die Straßen führte. Dafür würde ihn sicher der ein oder andere irgendwann aufziehen, der ihn so gesehen hat.


Das Haus des Heilers war zum Glück von den Flammen verschont geblieben.
Enemer hält direkt vor der Tür an und klopft zweimal bevor sie vollständig zum Stehen kommen. Dann dreht er sich zu Nalwyn um um sie aus den Sattel zu heben. Fast wie selbstverständlich und ohne an ihren Stolz zu denken...


Zu überrascht um zu protestieren oder sich gar zu wehren stand Nalwyn dann vor ihm. Viel zu nahe für ihren Geschmack. Leichte Röte vor Verlegenheit überzieht ihre Wangen. Doch bevor sie eine bissige Bemerkung loswerden kann, treten hinter ihr, einer von Enemers Reitern und zwei der Soldaten des Ortes um die Ecke. Bei dem Klang ihrer Stimmen, wendet sich Nalwyn, deren Wangen nun eine tiefe Röte annehmen, der Tür des Hauses zu.
So sieht sie nicht das anzügliche Lächeln der Soldaten, das diese sich zu werfen.
Während der Reiter gerade anhebt, etwas zu Enemer zu sagen, klopft Nalwyn nochmals fest mit der Faust gegen die Tür.
"Ihr klopft vergebens, Nalwyn, wir haben ihn vor kurzem zu den anderen Gefallenen gelegt" wendet sich der Reiter daraufhin an sie. Kummer legt sich über Nalwyns Gesicht und traurig lehnt sie sich mit dem Rücken an die Tür.
    


Enemer setzt den Helm ab und atmet einmal tief durch. "Es tut mir leid, Herr Enemer" fühgte der Soldat fast schon schuldig hinzu.
"Schon gut" winkt ihm Enemer ab, "Geht jetzt, und sammelt alle Bewohner des Dorfes ein. Wir ziehen nach Süden."
Zustimmend nickt der Reiter und sie machen kehrt.
"Komm Nalwyn, du kommst erstmal mit. Soweit ich weiß, gibt es dort auch eine Heilkundige." Dann reicht Enemer ihr seine Hand um ihr wieder aufs Pferd zu helfen. "Hast du noch irgendwelche Wertgegenstände die du holen möchtest?"
    


Nalwyn blickt zu Enemer, als dieser das Wort an sie richtet. Ein sturer Zug bildet sich schon um ihren Mund.
Doch dann lässt sie die Schultern kapitulierend sinken, reicht ihm die Hand und lässt sich aufs Pferd helfen. Der Tod der Heilers hatte jeden Wiederspruchgeist für den Moment verstummen lassen. Mit leiser Stimme antwortet sie dann: "Ich kann doch nicht einfach weg."
Doch dann fügt sie hinzu: " Lass mich noch einige wenige Sachen holen."
    


Nachdem die beiden zu Nalwyns Heim vorbeischauten, trafen sie auch zu der vereinbarten versammlung vor dem Rathaus ein. Es waren alle wichtigen Oberhäupter anwesend. Der Stadtrat mit seinen Beratern und dessen Frau, Der Wachkommandant und seine 3 Hauptmänner, der Kommandant der Fußsoldaten, Erkengar und die anderen 2 Haupttorwachen, die angesehenen Bürger des ca. 1500 Einwohner Dorfes und zu guter Letzt Enemer, der Kommandant der Reiterei mit Nalwyn. Sie wurde zwar nicht immer eingeladen zu solchen Besprechnungen, doch war sie trotzdem immer anwesend. Oft nicht weniger minder durch Enemer der sie meist mitbrachte.
Er war immer schon dafür, dass sie die Ausbildung der Stadtwache und Soldaten übernehmen sollte....
Die Debatte begann gerade, als Enemer und Nalwyn ankamen. Sogleich wurde Enemer zur Situation des Dorfes befragt worauf hin er wie gehabt kurz und bündig berichtet. Immer wieder wollte die Frau des Nordhalmer Stadtrates zum Reden ansetzen wurde aber von ihrem Mann zum Schweigen gebracht. Erst als Enemer über die Zahl der Toten berichtet wird er von der Frau mit hysterischem Gezeter unterbrochen: „Unfähig…alle unfähig … was seit ihr für Soldat, wenn ihr nicht mal einen Jungen finden könnt.
Nalwyn verdrehte die Augen und die Wachenhauptmänner blickten bedrückt weg und schweigen dazu. Der „Junge“ war zwar, für einen Eorlinga, nicht sehr hochgewachsen, aber trotzdem stand er an der Schwelle zum Mann. War nur wenige Jahre jünger als Nalwyn.
Er muss doch beschützt werden! Er ist der Sohn des Ratsherren… Mein armer Junge!
„Wir tun alles um ihn zu finden, Herrin. Bitte beruhigt euch“, versucht Enemer die Frau zu beruhigen. Die ist aber nicht zu stoppen. Ihr Gejammer geht weiter und wird immer hysterischer, erweckt Aufmerksamkeit bei den Umstehenden. Der Ratsherr versucht seine Frau zur Ruhe zu beschwichtigen, jedoch ohne großen Erfolg. Enemer steht da, die Hand unter dem Kinn, nachdenklich. Erkengar ruhig und stumm. Nalwyn langsam genervt. Dann tritt sie vor und beginnt zu sprechen. „Bei allem Verständnis und Respekt, Herrin, bringt Euer Gezeter, Euren Sohn nicht zurück. Keiner von uns ist des Zauberns mächtig. Aber ich werde mich aufmachen ihn zu suchen. Nun beruhigt Euch doch bitte.
Enemer reibt sich mit der Faust übers Kinn. Der Ratsherr unterdrückt ein Schmunzeln, und ein Mann lacht kurz auf in der Menge hinter Nalwyn worauf sie ihre Miene ernsthaft verfinstert. Enemer unterdrückt mit einer Handbewegung und einem ernsten Gesichtsausdruck das auszubrechen drohende Gelächter der Männer.
"Werte..?", "Nalwyn, Herr", beginnt der Ratsherr, "Ich bewundere Euren Mut und Hingabe für Nordhalm, doch wie wollt Ihr meinen Sohn suchen? Ihr habt nichtmal ein Pferd geschweige denn...er könnte inzwischen schon überall sein", beendet er leicht bedrückt den Satz.
"Ich werde Männer aussenden um Euren Sohn zurückzubringen, Herr" wirft der Wachkommandant ein. "Sie werden ihn finden und sicher nach Hause bringen." Mit einem Schmunzeln im Gesicht blickt er dann auf Erkengar. Die beiden lebten seit Erkengar sich bei der Wache aufgenommen wurde im Klinsch. "Erkengar wird mit 10 Mann ausgesandt. Die restlichen meiner Männer bleiben um das dorf möglichst schnell wieder aufzubauen."
Erkengars Augen weiten sich als er das hört. Enemer verfolgt das Gespräch bislang noch stumm.
"Gut, dann unterstelle ich Euch"...er macht eine Handbewegung zu Nalwyn..."Nalwyn, Herr !!!"..."Nalwyn um meinen Sohn zu suchen."
Nalwyn kann ihr Entsetzen und ihre Ungläubigkeit nur mit einem starren Blick auf den Ratsherrn und mit offenem Mund ausdrücken. Enemers Faust spannt sich unter seinem Kinn als er die Anweisungen hört.
"Der Rest arbeitet wei geplant am Dorfaufbau. Wie Herr Enemer mir riet, werden wir vorrübergehend in der Nachbarortschaft Zuflucht suchen. Über Boten bleiben wir in Verbindung"
"10 MAnn! Das ist doch ein Witz! Was können schon 10 Männer gegen eine Horde Orks ausrichten!? Wie...Nein..." dann fällt die Frau des Ratsherrn erschöpft ihn Ohnmacht. Die umstehenden Berater des Rates kümmern sich sogleich um sie.
"10 Mann, mehr kann ich Euch leider nicht anbieten, Herr" erklärt der Wachkommandant.
"Gibt es sonst noch Freiwillige wie die ehrenswerte Nalwyn?!" wirft Enemer ein und blickt in die Runde als er in die Mitte zu Nalwyn tritt. "Keiner?!", nochmal dreht er sich einmal im Kreis und wartet einen Moment ab. "Nun, ich melde mich noch freiwillig und stelle einige meiner Reiter dafür bereit, mitzusuchen!", bei diesen Worten blickt er den Ratsherrn ernst an. "Zuvor begleiten wir euch mit ins Nachbardorf um von dort aus loszuziehen", fühgt er streng hinzu, als ob er dem Ratsherrn befehlen wolle, was das Beste sei.
Mit einem Nicken beschließt das Oberhaupt Enemers Vorschlag. Wie besprochen wurden Vorbereitungen getroffen und so zieht eine Scharr aus Nordhalm in die Nachbarortschaft. Nach einem Tag erreichen sie diese und sie nimmt die Verletzten und die Bevölkerung von Nordhalm unter Angeboten von Geschenken wie Pferde und Holz auf. Einen Tag später tritt der Trupp die Suche nach dem Jungen an. Mit dabei, Nalwyn, Erkengar und Enemer, begleitet von 9 Männern der Wache und der Hälfte von Enemers Reitern. Auch aus der kleineren Ortschaft wurde ein kleiner Tross aus freiwilligen Trägern, einem Koch und der jungen Kräuterkundigen Finuala bereitgestellt um zu helfen und die Reisenden zu unterstützen.

"REITEN WIR !!!"

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BeitragVerfasst am: 25.02.2011 15:46    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Hier beginnt der zweite Teil von Nordhalms Geschichte.

Reiten wir! Über die Grenzen hinaus...

Der Tag neigte sich dem Ende entgegen. Am Rande des Fangorn warfen die Bäume lange Schatten auf den Boden und dort wo sie sanft in den matten Schein der abendlichen Sonne übergingen wiegte sich das Gras im sanften Wind. In den Ästen der Kronen zwitscherten die Vögel ihr Abendlied, bevor auch sie bald verstummen würden.
Langsam aber stetig bewegte sich eine Schar Menschen gen Norden. Fast gespenstisch war die Stille die über den Wandernden lag. Einzig das dumpfe Klacken der Pferdehuf auf dem Grasboden ging von ihnen aus. Die Gehenden wurden flankiert von Reiten die ihre Aufmerksamkeit stetig in die Umgebung gerichtet hielten. Einige hielten sogar stets ihr Speere griffbereit. So bewegten sich fast 30 Personen zu Fuß und zu Pferde immer weiter.
Nalwyn suchte wie alle anderen auch die Umgebung ab, sehnte sich aber, endlich aus dem Sattel zu kommen. Der dritte Tag neigte sich dem Ende zu und sie ließ ihr Pferd langsam ans Ende der Gruppe fallen. In der aufkommenden Dunkelheit würde das nicht mehr so bemerkt werden. Der Mann, welcher als Nachhut eingeteilt war, gab ihr mit einer Handbewegung zu verstehen sie solle weiter vorne bleiben.
Nalwyn lenkte ihr Pferd nahe neben ihn leise teilte sie ihm mit das sie Enemers Einverständnis hätte. Dies trug ihr zwar noch einen skeptischen Blick ein, abIer als sie ihr Pferd wieder auf Abstand brachte ließ er sie gewähren. Natürlich war das geschwindelt. Und sie wusste, das sie diese Taktik möglichst selten anwenden sollte.
Ihr Blick glitt von dem Mädchen, der Heilerin aus dem Nachbardorf, über den Koch, der wohl nur aus reiner Abenteuerlust mitgekommen war, über einige Träger und Fusssoldaten zu Erkengar. Dieser saß wie immer in stoischer Ruhe auf seinem Pferd. Er war zwar kein Mann großer Worte, aber zuverlässig und umsichtig. Als letzes blieben ihre Augen an Enemer hängen. Die zwei letzten Tage hatte sie möglichst versucht sich von ihm fern zu halten und auch jedem Gespräch mit ihm war sie so gut es ging ausgewichen. Was sie sehr bedrückte war ihr schlechtes Gewissen all die guten Männer in diese Situation gebracht zu haben. Ihr dummes Angebot, den Sohn zu suchen, war ihr einfach so über die Lippen gekommen. Teils wohl, weil sie genervt gewesen war von der jammernden Frau, teils auch aus Mitleid mit ihr. Und dann hatten sich die Ereignisse überstürzt. Der Kommandant, hatte es gleich genutzt um Erkengar seine höhere Position spüren zu lassen, denn dieser war eindeutig der beliebtere bei den Männern, und hatte ihn damit betraut. Und Enemer? Der hatte sich auch noch dazu gemeldet, anstelle den Rat zu überzeugen, dass dies Schwachsinn sei. Nalwyn wusste noch immer nicht ob sie im deshalb zürnte, oder einfach froh war das er sich gemeldet hatte. Wenn sie schon jemandems Befehl unterstand, dann seinen. Er war es gewohnt das sie sich seinen Anordnungen und Befehlen, ja, und um ihn ein wenig zu ärgern, sogar seinen Bitten wiedersetzte.
Nalwyn senkte ihren Blick, als sie merkte das Enemer in ihre Richtung blickte. Sein Pferd tänzelte nervös. Nalwyn nahm an, das Enemer ungeduldig auf die Reiter wartete die er als Späher ausgesandt hatte. Und dann war Hufgetrappel zu hören. Enemer und Erkengar ritten den Männern entgegen, kurz tauschten sie Neuigkeiten aus. Nalwyn war sehr wohl neugierig, aber nicht so neugierig, um ihrem Hinterteil einen schnellen Ritt zuzumuten. Sie würde es auch so erfahren. Da aber weder Befehle zum schnelleren Vorwärtskommen, noch zum sofortigen halten, gegeben wurden, nahm sie an, das sie noch immer nur unwesentlich aufgeholt hatten. Nalwyn seufzte leise und schloß wieder näher auf, bald würden sie Rasten und eine weitere Nacht im Schatten des Waldes verbringen.

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Zuletzt bearbeitet von Nalwyn am 25.02.2011 15:51, insgesamt einmal bearbeitet

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Nalwyn
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BeitragVerfasst am: 25.02.2011 15:47    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Die Schwärze der Nacht wich dem ersten dämmrigen Grau des neuen Tages. Bald würde die Sonne weder ihre Strahlen über den Horizont schicken und ein weiterer neuer Tag anbrechen. Die ersten begannen schon geschäftig diesen vorzubereiten. Und das leise Schnauben der Pferde kündigte an, das auch sie wussten, bald geht es weiter.
Nalwyn erwachte zusammengerollt in ihren Umhang und einer Decke. Vorsichtig streckte sie ihre Glieder. Alles spürte sich taub und kalt an. Also noch ein wenig liegenbleiben, und hoffen. Ja auf was hoffen, das sie warten konnte bis die Sonne sie aufwärmte? Hoffen, das sie doch umkehren würden, unverrichteter Dinge? Alles vergebliche Wünsche. Wenn die Sonne endlich ihre wärmenden Strahlen auf sie lenken würde, würden sie schon längst wieder im Sattel sitzen.
Und umkehren? Nalwyn seufzte innerlich. Dann dachte sie an die letzten Tage. Die Tage und Nächte im Schatten des Waldes waren unheimlich, und niemand wagte sich zu nah an die Bäume oder gar hinein. Die Geschichten der Alten erzählten von unheimlichen Dingen, die dort umgingen. Bei Nacht meinte man fast der Wald ächzte und krächzte vor Trauer und Zorn.
Eines Abends gerieten der Koch und einer der Reiter in Streit, weil der Koch sich nicht lang mit dem sammeln von Holz aufhalten wollte, sondern einen kleinen Baum fällen. Der Reiter, aufgewachsen in der Nähe des Waldes beschimpfte ihn wegen seiner Unvernunft und so wurde schnell eine Handgreiflichkeit daraus. Als Enemer dazwischen ging, fehlten dem Koch ein Zahn und der Reiter hatte ein schönes blaues Auge. Beide bekamen ihre Strafe, und das Holz mussten sie auch noch sammeln.
Aber aus dem Unbehagen, das der Wald auf allen ablegte, wurde bald Unruhe, als sie aus seinem Schatten hinaus in freies Gelände kamen. Zwar sahen sie nun weit in die Umgebung, waren aber auch für jeden Sichtbar.
Enemer teilte mehr Wachen ein und auch sie, Nalwyn übernahm eine. Ohne wiederrede beugte sie sich seinen Befehlen. Sie selbst kämpfte viel zu sehr mit dem Wunsch auf der Stelle zurückzukehren, und den Gewissensbissen, sie alle in diese Lage gebracht zu haben.
Sehnsüchtig hatte sie den Männern nachgeschaut, die gestern umgekehrt waren. Aber wie konnte sie auch nur daran denken einen Rückzieher zu machen, wenn die Männer die sie mit ihren unbedachten Worten, in diese Situation manövriert hatte, ohne zweifeln daran festhielten.
Gestern noch bevor sie aufgebrochen waren, hatte Enemer die meisten der Marschierenden und zwei oder drei der Reiter zurückgesandt. Immer wieder hatten sie laut ihren Unmut bekundet und Zweifel geäußert, als klar war, dass der Weg Richtung Lorien führte. Zu viele unheimliche Geschichten gingen um über Elben.
Nalwyn blinzelte, die meisten lagen noch immer in ihre Decken gehüllt um das Feuer, und so schloss sie nochmals die Augen, ließ ihre Gedanken zu ihrer Familie schweifen. Viel zu schnell hollte sie Enemers Stimme aus ihren Träumen :“Los Männer, auf auf, ein neuer Tag ist angebrochen, Reiten wir…!“

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BeitragVerfasst am: 25.02.2011 15:48    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Im Schatten des Berges…

Nalwyn saß fest in ihren Mantel gehüllt am Feuer und schob dann und wann ein wenig Holz nach. Keinesfalls durfte es ausgehen, aber auch nicht allzu hoch brennen, um Orks oder anderes anzuziehen. Sie konnte nicht schlafen, war aber auch nicht zum Wachen eingeteilt, und so suchte sie Trost in der Wärme des Feuers. In der Nähe knirschten Steine unter schweren Stiefeln. Nalwyn hob den Kopf und lauschte. Aber als alles weiter still blieb richtete sie ihren Blick den Berg hinauf. Im fahlen Mondlicht konnte man die weiße Spitze gerade so erkennen.

Sie legte den Kopf auf die angezogenen Knie und ihre Gedanken schweiften ab zu den letzten Tagen. Mit nur noch der Hälfte der Männer waren sie aufgebrochen um der Spur bis zum Wald von Lorien zu folgen.
Sie waren noch nicht ganz im Schatten der Bäume als ein Pfeil sich vor Enemer, der nun ganz vorn ritt, in den Boden bohrte. Sofort stoppten sie. Einige Männer kamen aus dem Wald. Großgewachsen und in graue Umhänge gekleidet mit Bogen. Erst an den zeitlos schönen Gesichtern und den Augen konnte man erkennen das es Elben waren. Nalwyn, die noch nie welchen begegnet war, konnte den Blick nur schwer abwenden. Die Fremden verweigerten ihnen den eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen. Enemer und Erkengar versuchten die Männer umzustimmen, aber erst als die Elben bemerkten das auch zwei Frauen zu der Reisegruppe gehörten schienen die Männer sie für harmlos zu halten.
3 Tage begleiteten die Elben sie am Waldrand entlang. Noch nie hatte Nalwyn schweigsamere Männer getroffen. Noch bevor sie wieder in die tiefe ihrer Wälder verschwanden, teilten sie ihnen mit, dass sie die Spur eines Trupp Orks bis kurz vor Moria verfolgt hatten. Sie es aber für sehr unklug hielten dort hinein zu gehen. Dort laure mehr böses als nur die die dunklen Geschöpfe Mordors.
Und dann, noch bevor sie sich bedanken konnten waren sie verschwunden. Wie Zauberei war es ihr vorgekommen.

Die junge Frau blickte auf und ihr Blick fiel auf Finuala, die zusammengerollt in ihre Decke gewickelt schlief dann auf Enemer. Auch er schien zu schlafen. Ob er die darauf folgende Entscheidung es doch an den Toren Morias zu versuchen bereute überlegte sie. Ohne ihren Blick von ihm abzuwenden, schweiften ihre Gedanken wieder ab. Die folgenden Nächte waren geprägt von Schlaflosigkeit und Kämpfen mit Orkpatrouillen. Sie hatten schon längst beschlossen den Weg über den Pass am Caradhras zu nehmen, als sie in den ersten Stunden der Nacht nochmals auf eine Patrouille trafen. Die bittere Bilanz dieses letzten Kampfes waren 3 Tote und einige, zum Glück, nur Leichtverletzte. Hier erwies es sich gut, das Finuala dabei war.
Nalwyn blinzelte leicht, und wurde sich bewusst das sie noch immer zu Enemer schaute. Enger wickelte sie sich in ihren Umhang und starrte wieder ins Feuer. Sie konnte sich nicht erinneren, je solche Sehnsucht nach ihrer Familie und einem warmen Feuer im Kamin gehabt zu haben wie jetzt. Selbst ihre ständigen Ermahnungen vermisste sie nun.
Und wenn sie an den Morgen dachte und den Weg der vor ihnen lag spürte sie, wie sich Furcht in ihr ausbreitete. Nicht mal in jener letzen Nacht in Nordhalm, hatte sie diese so stark gefühlt wie jetzt.


Nalwyn schreckte auf. Leise Stimmen in ihrer Nähe hatten sie geweckt. Bald würde die Morgendämmerung einbrechen. Als sie sich aufrichtet, bemerkte sie, das ihr jemand noch eine Decke über die Schultern gelegt hatte. Ein wenig verschlafen noch nahm sie war, wie Erkengar und Enemer leise miteinander berieten. Als Enemers Blick auf Nalwyn fiel nickte er ihr kurz zu. Sie wusste was das hieß…. Reiten wir!

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Nalwyn
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BeitragVerfasst am: 25.02.2011 15:49    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Ein unerwartete Gast...

Der Caradhras, aus rotem Gestein türmte er sich hoch in den Himmel hinauf. Seine Spitze zierte eine weiße Haube aus Schnee. Es war der einzige Weg den sie nehmen konnten um über das Nebelgebirge zu kommen.
Der Rothornpass.
Anwen scharrte unruhig mit den Hufen, und Nalwyn klopfte ihr beruhigend auf den Hals. Eine halbe Tagesreise waren sie nun schon vorwärts gekommen. War es allerdings nicht mal die Hälfte des Weges, den sie in dieser Zeit auf den Ebenen von Rohan zurückgelegt hätten. Stetig ging es nun bergan, und die Pferde mussten langsam und vorsichtig ihren Weg suchen, ohne das Geröll mit ihren Hufen ins rutschen zu bringen. Ihre Gruppe war längst nicht mehr eng beieinander, sonder langgezogen , und mehr wie Zwei konnten nicht nebeneinander reiten. Zwischen den einzelnen nacheinander gehenden Tieren, war über eine Pferdelänge Platz. Enemer hatte es so angeordnet, nach dem zwei Pferde ins Rutschen geraten waren, und fast samt Reiter in den Abgrund gestürzt wären. Nalwyn hatte sich das Ende des Trosses ausgesucht, vor allem wohl, da sie mit dieser Entscheidung das Unvermeintliche hinauszögern konnte, nämlich auf diesen Berg hinauf und hinüber zu gelangen. Und wer am Ende ritt, konnte bei Bedarf wieder umdrehen. Die Furcht die sie schon bei Nacht gespürt hatte, lag ihr nun wie ein Stein im Magen. Aber das es nicht nur ihr so ging, konnte sie an den angespannten Gesichter der Männer ablesen.Einzig Enemer, er schien gelassen und ruhig zu sein, gab Anweisungen, kontrollierte das Gepäck und sprach aufmunternde Worte zu.

Er ritt zusammen mit Erkengar an der Spitze, aber schon nach kurzer Zeit winkte er Finuala vor zu diesem und er selbst wartete bis er mit Nalwyn am Ende der Gruppe gleich auf war. Nalwyn richtete ihren Blick stur geradeaus. Zu viel ihres Stolzes hatte sie ihm gegenüber schon eingebüßt. In der Nacht in Nordhalm ebenso wie auf diesem Ritt.

„Nalwyn?!?“ leise sprach Enemer sie an und als sie nicht gleiche reagierte etwas lauter „Nalwyn!?!“ und als sie ihm den Blick zuwendete „ Alles in Ordnung?“ Nalwyn nickt mit kühlem gleichgültigem Blick, was Enemer dazu veranlasst zu schmunzeln. Er glaubt mir kein Wort, dachte sie.
So ritten sie schweigend nebeneinander, jeder wohl in seine Gedanken versunken. Mit jedem Schritt den sie weiter hinauf machten über den Pass, wurde es kälter. Selbst die Sonne schien sich an diesem Tag zu weigern, den Reisenden wenigstens ein paar wärmenden Strahlen zu schenken. Selbst die letzten leisen Gespräche erstarben, und jeder einzelne wickelte sich enger in seinen Mantel.

Die Hang links und rechts des Weges wurde immer steiler. Erkengar der voranritt hatte längst Finuala angewiesen sich ganz innen zu halten und ritt vor ihr weg. Aber immer noch ritten einzelne nebeneinander. So auch Enemer und Nalwyn ganz am Ende. Die Ersten verschwanden gerade hinter einer Biegung des Weges, als eines der Pferde durch einen wegrutschenden Stein erst nach rechts auswich gegen die steil aufsteigenden Felsen, was seinen Reiter wohl erschrocken dazu veranlasste gegen zu führen, dabei aber seinen Nachbar abdrängte. Dessen Pferd kam auf dem steilen Geröllhang ins Rutschen was den Mann panisch aufschreien lies. Der Erstere versuchte daraufhin noch Reiter und Pferd zu Hilfe zu kommen, und das nun rutschende und panisch wiehernde Pferd an den Zügeln zu fassen. Enemer schrie auf „Nein nicht!“ Aber es war schon zu spät auch das zweite Pferd fand keinen festen halt mehr und bäumte sich in Panik auf, und dann vielen beide über den Rand eines Abhangs in die Tiefe. Die Berittenen vor den Unglückseligen, zügelten die Pferd, als das wiehern der Pferde und Schreien der Menschen von den Felswänden immer wieder hin und her geworfen wurde die Nachkommenden hatten schon vorher voller Entsetzten angehalten. Als das nicht endende Echo der Verunglückten über die Hänge rollte, ließ Nalwyn die Zügel Anwens fallen und presste die Hände an die Ohren. Die Stute ihrerseits, überrascht über die abrupten Bewegungen ihrer Reiterin wollte wiehernd aufsteigen. Enemer reagierte sofort trieb Acharon die zwei Schritte nach rechts und ergriff Anwen an den Zügeln und verhinderte so schlimmeres. Nalwyn schaffte es gerade noch das Gleichgewicht zu halten.
„Verdammt Nalwyn!“ knurrte Enemer als er zu ihr blickte. Sie zögerte einen Moment bevor sie das Gesicht zu ihm wandte, zu sehr war ihr der Schreck in die Glieder gefahren und etwas von der Furcht und dem Entsetzen spiegelte sich in ihren Augen. Schon wollte sie eine scharfe Antwort geben, aber als sie in seinem Blick Zorn aber auch Sorge lass, unterließ sie es.

Für den Moment war an weiterreiten nicht zu denken und so ordnete Enemer eine Rast an. Nalwyn stieg ab, ging ein kleines Stück Weg zurück, Anwen an den Zügel führend bevor sie sich an die Felswand lehnte und den Weg zurücksah den sie gekommen waren. Von hier konnte man fast bis hinunter zum Fuße des Berges sehen. In der Ferne leuchtete grüngolden der Wald, wohl Lorien. Sie richtete den Blick in die Richtung, wo sie ihr Zuhause, Rohan, vermutete. Wehmütig und nebenbei streichelte sie dabei den Kopf ihres Pferdes.
Sie wollte sich gerade wieder umwenden als etwas am unteren Hang des Berges ihre Aufmerksamkeit erregte. Mit leicht zusammengekniffenen Augen spähte sie hinab. Langsam aber stetig schien es sich zu bewegen. Nalwyn trat ein Stück vor, um besser den Berg hinab zu sehen. Ihr erster Gedanke, es könnten Orks sein, schien sich nicht zu bestätigen. Davür bewegte es sich zu elegant. Nalwyn blickt hinauf zu den Männern, suchte Enemer mit dem Blick, da dieser aber gerade mit den Männern redete, verwarf sie den Gedanken ihn her zu rufen. Wieder spähte sie hinab, und nun konnte sie mehr erkennen. Es war ein Pferd, ein dunkles, aber auf seinem Rücken saß, nein lag etwas. Ein Mensch?
Überraschung machte sich in Nalwyn breit, und nun wendete sie sich doch um und rief: „Enemer, komm her, Enemer!“ Dabei deutet sie immer wieder den Berg hinab, aufgeregt.

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Nalwyn
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BeitragVerfasst am: 25.02.2011 15:53    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Enemer schaut auf und folgt der Stimme Nalwyns. Als er sieht wie aufgeregt sie den Berghang hinabdeutet nickt er kurz und deutet ihr, dass er gleich zu ihr kommt. Dann wendet er sich wieder Finuala uind Erkengar zu.
"Seht bitte zu, dass ihr die Männer und Pferde beruhigt. Weitere Fehltritte dürfen wir uns nicht leisten. Verstanden? Gut, dann los."



Er blickt den beiden noch kurz hinterher, dann macht er kehrt und geht vorsichtig den Weg hinab zu Nalwyn.
Etwas ruschend gelangt er zu ihr und fragt leise:"Was gibt es denn, Nalwyn?"


Nalwyn wartet, wenn auch ungeduldig. Als sich Enemer endlich zu ihr begibt, deutet sich nochmals den Hang hinab.

"Dort, eindeutig ein Pferd, und wie es scheint mit Reiter! Siehst du es?"


Enemer blickt in die Ferne:"Ja...Wer kann das nur sein?"

    

"Mh" Nalwyn zuckt leicht die Schultern, während sie weiter beobachtet. "Ich dachte erst ein Ork, aber irgendwas stimmt nicht damit."
Sie schaut kurz zu Enemer bevor sie wieder den Blick auf den unbekannten Reiter heftet. " Ich würde sagen, er liegt auf dem Pferd. Tod oder verletzt!"
    

Enemer konzentriert seinen Blick auf den unbekannten Reiter. Stützt dann kurz sein Kinn in seine Faust.
"Das ist gut noch ein Zweistundenritt. Und nach einem Ork sieht es wirklich nicht aus.* Nach einer kurzen Gesprächspause wischt er sich murrend mit seiner flachen Hand übes Gesicht.
Leise wendet er sich an Nalwyn "Sollten wir nachsehen gehen?"
    

Flinkhufe verliert ein wenig die Balance und Edira fällt von ihm runter und bleibt regungslos im Schnee liegen. Flinkhufe nähert sich seiner Herrin und versucht sie mit lecken im Gesicht zu wecken, doch sie regt sich nicht.


Finualas Blick war so lange fest auf die Mähne ihrer treuen Stute gerichtet gewesen, dass sie nun erschrocken zusammenzuckt als jemand an ihren Arm tippt. Erkengar war es, in seiner Nähe war sie die ganze Zeit geritten.
"Was...was ist denn?" Vorsichtig den Blick angehoben mustert sie ihre Umgebung.
Sie hatten angehalten! Im Sattel leicht gereckt, wirft sie einen Blick über ihre Schulter zurück. "Was geht dort denn vor?"


"Gehen uns Fremde hier etwas an?" während Nalwyn noch redet sieht sie wie der Reiter vom Pferd kippt.
Leise seufzten, fast schon froh wieder ein Stück den Berg hinab zu kommen
"Ich denke ja.. wir sollten schauen" und nach kurzem zögern "...und Finuala mitnehmen, das sieht nicht gut aus."


Erkengar ließ die Männer nah an die Felswand treten und wies sie an die Pferde möglichst ruhig zu halten.
Irgendetwas stimmt hier nicht. Dieser Reiter könnte auch eine Falle sein und hier oben habe wir kaum Verteidigung.

Erkengar wandert durch den Zug der Reiter und gibt dem einen oder anderen Soldaten Befehle.Organisation muss sein auch wenn Enemer eher einen lockeren Ton anschlägt....

"Eben, was wenn es ein Fremder ist? Was aber, wenn einer unserer Leute ist, der sich doch dazu entschlossen hat, zu folgen?"
Enemer blickt Nalwyn fragend an, folgt dann ihrem Blick wieder zum gestürtzten Reiter.

"Normalerweise würde ich sagen, wir rasten noch und ziehen weiter, aber gut. Lass uns zu ihm gehen."

Enemer macht kehrt und steuert bergauf wieder der Gruppe zu. Er deutet Finuala zu ihm zu kommen während er zu seinem Pferd geht und den Schild sowie seinen Speer aus den Haltevorrichtungen seines Sattels nimmt.

Verwundert hebt Finuala beide Augenbrauen. Eine Falle sollte das sein?
Vorsichtig lässt sich das Mädchen aus dem Sattel zu Boden gleiten. Die Wärme der Stute fehlt ihr zugleich, fest zieht sie ihren Umhang um die Schultern und eilt auf Enemer zu. Gerade hatte er ihr ein Zeichen gegeben zu ihm zu kommen.
"Herr... was ist geschehen?", fragt sie Enemer zögerlich.

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BeitragVerfasst am: 25.02.2011 15:53    Titel: Re:


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