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Chlothar
Waffenschmied


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BeitragVerfasst am: 07.08.2010 02:24    Titel: Über die Rohirrim - Kultur und Merkmale Antworten mit Zitat

Über die Rohirrim



Rohirrim (Singular: Rohir) ist die in Gondor gebräuchliche Bezeichnung für die Bewohner von Rohan. Sie selbst nannten sich Menschen der Riddermark oder Eorlingas (,Söhne Eorls')[1]. Von ihren Feinden, den Dunländern, wurden sie als Forgoil (,Flachsköpfe') bezeichnet.


Erscheinung

Das Aussehen der Menschen von Rohan lässt noch immer auf ihre nordmännische Herkunft schließen. So haben sie im Vergleich zu den Gondorern eine sehr helle Haut und man trifft bei ihnen überwiegend auf blondes Haar in allen Schattierungen. Dunkles Haar ist bei ihnen eher selten, kommt aber durch die Vermischung mit den Menschen Gondors (oder - weit seltener - mit Dunländern) hin und wieder vor. Das Haar wird bei beiden Geschlechtern für gewöhnlich lang getragen und auch bei den Männern gerne zu längen Zöpfen geflochten.
Die Rohirrim tragen die strengen, kantigen Gesichter der alten Edain und haben zumeist graue oder blaue Augen. Ihre Männer sind in der Regel groß, langbeinig und breitschultrig, messen meist zwischen 170cm und 185cm und zählen mitunter zu den größten aller minderen Menschenvölkern, auch wenn sie für gewöhnlich nicht den hohen Wuchs der Dúnedain erreichen. Die Frauen sind etwas kleiner, selten zierlich, sondern eher geschmeidig und von kräftigem Wuchs und in Gondor zuweilen für ihre nordische Schönheit berühmt.

An Kleidung bevorzugt man meist einfache Gewandung aus Leinen, Wolle und Leder, die warm hält und bei der täglichen Arbeit nicht stört - oft mit hohen Stiefeln oder gewickelten Stulpen, die sich gut zum Reiten eignen. Auch bei ihren Edlen bleibt die Gewandung meist schlicht und zweckmäßig und bedient sich zur Zierde neben einer zuweilen durchaus schmuckvollen Rüstung meist nur einfacher Stickereien oder Einsätzen von Fell und Pelz.


Lebensart

Die Bewohner der Mark führen ein meist ruhiges, friedliches Leben, dass aber auch hin und wieder von Entbehrungen gekennzeichnet ist. Harte Arbeit ist in solch einer ländlichen Gesellschaft unumgänglich und schon von klein auf lernen die Kinder hart im Nehmen zu sein und bei der Arbeit mitzuhelfen. In den kleinen Dörfern führt man meist ein einfaches Leben als Bauern und Hirten oder einfache Handwerker. Nur gelegentlich wird ein Überschuss im Ertrag gegen andere nützliche Waren eingetauscht. Es ist ein schlichtes, aber zufriedenes Dasein, denn nach Reichtum und übermäßigem Wohlstand verlangt es die Menschen Rohans nicht.

Jedes Jahr endet mit der Ernte als Vervollständigung des Jahreslaufs und beginnt mit dem aufkommenden Winter. Aber anders als in ihrer alten Heimat hoch im Norden, plagt die Menschen in der Riddermark kein langer, strenger Winter mehr, auch wenn es in den Tälern der Berge auch einmal heftig schneien kann. Der milde Winter erlaubt es den Pferdehirten, sogar in der kälteren Jahrezeit mit ihren Herden durch die Ebenen zu ziehen, währen sie selbst die Zeit über nur in einfachen Zeltlagern wohnen. In den Siedlungen lebt der Herr eines Hauses mit seiner Familie, Pferden und Vieh nicht selten unter einem Dach zusammen. Ihre Kinder lernen das Reiten meist zeitgleich mit dem Laufen und zum Erwachsenwerden eines Rohir gehört für gewöhnlich auch der Besitz eines eigenen Pferdes. Mit seinem Tier geht man eine sehr enge Bindung ein und versteht sich teilweise sogar ohne Wort oder Befehl. Es kommt dadurch aber auch vor, dass ein Pferd nach dem Tod seines Reiters störrisch und unreitbar wird.

In der Jugend heißt es für die meisten im Haus und auf dem Hof mitzuhelfen und für gewöhnlich setzen die Kinder den Beruf der Eltern fort. Mit Erreichen des ersten Erwachsenenalters heiratet man und darf als junger Mann fortan zu einer Heerschau reiten. Als Sohn des Adels verdient man sich meist früh als Schwertthan (Knappe) bei einem Edlen, ehe man das Glück hat, für eine éored ausgewählt und ausgebildet zu werden. Ein hoher Eid schwört den jungen Recken ein, König, Land und Bundgenossen treu zu dienen und Ruhm und Ehre für sie zu bestreiten. Fortan lebt man dann im Haus seines Marschalls. Einige Edle gibt es, die Herr über viel Land sind, aber dennoch nicht einer Reiterei angehören, sondern dem gemeinen Volkes als Fürsten zur Seite stehen und wieder andere kommen aus einfachen Familien der Ost- und Westfold, tun sich aber durch ihre Reit- und Kampfkünste hervor und erlangen damit Eingang in eine éored. Die höchsten der Edlen und Oberen, darunter die Marschälle, werden Mitglieder im Rat des Königs.

Die Frauen der Riddermark, die im Alltag nicht minder hart arbeiten als ihre Männer, leisten (üblicherweise) keinen Waffendienst, wissen sich aber wenn es nötig ist, ebenso zu verteidigen wie die Männer. Sie sind angewiesen Hof und Vieh, sowie die Alten, Kranken und die Kinder zu beschützen und verteidigen sie im Notfall mit Ingrimm und Stolz. Nicht selten haben sie dort auch ebenso großen Mut erwiesen wie ihre Männer fernab in der Schlacht, und in Gondor heißt es, die Tapferkeit der Frauen Rohans sei nicht geringerer als die ihrer Söhne. Auch Rohans Sagen aus alter Zeit wissen von vielen tapferen Frauen zu berichten und Éowyn, des Königs Schwester, ist als „die Frau mit dem Schildarm“ mit ihren großen Taten allen ein Begriff.

In Edoras, Aldburg oder Helms Klamm finden sich zudem Barden und höfische Diener wie Köche und Mundschenke. Seltener gibt es Banden von Strauchdieben, die sich aus arbeitsscheuen Landstreichern zusammensetzen und auch für Saruman sollen einst einige Rohirrim gearbeitet haben, denen er Vorzüge und Vergünstigungen versprach.

Die Menschen Rohans erreichen am Ende ihres Lebens für ihresgleichen ein recht hohes Alter und werden für gewöhnlich 80 Jahre oder älter. Die Toten beerdigt man in Erdgruben, über denen danach ein Grabhügel aufgeschüttet wird, wobei die Mitglieder der selben Familie, oder all jene, die gemeinsam in einer Schlacht fielen oft im selben Grab beerdigt werden. Die Edlen ihres Volkes bekommenen zu Ehren meist eigene Grabhügel und für den König wird bereits zu Lebzeiten an einer steinernen Kammer gearbeitet, in der sein Körper unter einem blühenden Hügel seine letzte Reise antritt. Für gewöhnlich gibt man dem Toten sein Schwert und anderen wertvolle Besitztümern mit ins Grab. Fiel ein Reiter samt Pferd, so legt man nicht selten das treue Tier an die Seite seines toten Herrn. Die erste Hand voll Erde gebührt dem, der dem Toten am nächsten stand, dann ruft man den Namen des Toten aus und besingt seine Taten. Gar mancher Grabhügel wurde auch schon in der Fremde errichtet, wenn der Rohir dort gefallen war. Lieber überlässt man den Hügel dann seinem Schicksal, als die Leiche an Ort und Stelle zu verbrennen, was in den Augen der Rohirrim als Greuel gilt.


Verhalten

Selbst der einfachste Mann Rohans besitzt ein angemessenes Gespür für Ehre. Die Rohirrim sind bekannt, im Denken und Tun meist treu und großherzig zu sein. Niemals sind sie grausam und nur selten ungerecht, aber zuweilen gelten sie auch als allzu stolz und eigensinnig. Die Rohirrim sind hart ihm nehmen, murren nicht, sind zäh und geduldig. Schon allein durch den Umgang mit ihren Pferden, lernt jeder Rohirrim schon von klein auf, ruhig und besonnen zu handeln, was jedoch nicht heißt, dass sie nicht auch manchmal aufbrausend und leidenschaftlich sein können. Sie haben sogar einen rechten Sinn für ausgelassenes Feiern und frohsinnige Feste. Freunden begegnet man mit aller Wärme, andere, die sich bereits einmal Sympathien verspielt haben, haben es schwer, je wieder mit ihnen ins Reine zu kommen. Dennoch sind die Menschen Rohans auch ein wenig abergläubisch, was ihren Mut zwar nicht schmälert, aber sträuben sie sich zuweilen vor dem Unbekannten und sie wollen sich für gewöhnlich nicht in die Geschicke höherer Mächte einmischen. Sie sind bodenständige Menschen, die das wenige lieben was sie besitzen und auch wenn sie meist keine Bildung genossen haben, sind sie doch meistens gescheit und flink im Geiste.

Aragorn II. beschrieb die Rohirrim wie folgt:
„Sie sind stolz und eigenwillig, aber aufrichtig und großzügig im Denken und Handeln; kühn, aber nicht grausam; klug, aber nicht gelehrt; sie schreiben keine Bücher, doch singen sie Lieder nach Art der Kinder der Menschen vor den Dunklen Jahren.“

Beziehung zu anderen Völkern:

Zwischen Edoras und Mundburg (Minas Tirith) besteht seit den frühesten Tagen der Riddermark ein Beistandspakt, den Eorl einst Cirion auf dem heiligen Berg Halifirien schwor. Seither festigte ein enges Band der Freundschaft die Beziehung der beiden Reiche und keinen engeren Bund zweier Völker hat man je im Westen Mittelerde gesehen. Daher kennt man die Menschen des "Steinlands" in Rohan als tapfere Waffenbrüder, getreue Bundgenommen und segenreiche Helfer in der höchsten Not. Auch wenn man die Menschen von Gondor zuweilen als ein gar allzu ernstes Volk ansieht, das hin und wieder etwas hochmütig von ihrem edlen Geblüt zu reden scheint, so empfindet man doch Ehrfurcht vor dem Erbe der "Seekönige" und seinen Städten aus Stein, die, wie man in Rohan glaubt, nur Riesen aus den Gebeinen der Erde gemeißelt haben können. Besonders regen Kontakt hatte man an den Ostgrenzen stets zum Volk von Sunlending (Anórien) und auch in Friedenszeiten ritten daher viele Rohirrim nach Gondor und schon viele Ehen wurden zwischen beiden Völkern geschlossen. Der einstige König Théoden wurde gar in Gondor geboren, sprach die Gemeinsame Sprache eher als jene der Mark, war auch dem Sindarin nicht abgeneigt gewesen und heiratete schließlich die schöne Morwen von Lossarnach.

Im Üblichen sind die Rohirrim zu fast allem fremden Volk sehr gastfreundlich. Nur angesichts der Dunländern will ihnen kein Wohlwollen aufkommen. Allzu oft hat sich jenes Volk, das man meist nur als "Wilde" bezeichnet, über den Isen in die Westfold eingeschlichen, um sich an Rohan zu bereichern und ging einst auch Bündnis mit Saruman und seinen Orks ein. Dennoch gilt seit der Schlacht um Helms Klamm im Jahre 3019 D.Z. ein Friede zwischen Rohan und den Dunländern, die noch immer behaupten, die ihrerseits "wilden Nordländer" hätten sie aus ihrer angestammten Heimat vertrieben und ihnen ihr Land gestohlen.

Die Hobbits, oder holbytlan (Höhlenbauer) in der Sprache der Rohirrim, kennt man nur mehr aus alten Sagen und Erzählungen des Nordens. Von diesem seltsamen Volk heißt es in Rohan, es lebe mitunter in Sanddünen und würde den Tag über nicht viel tun. Außerdem könnten sie sich nach Belieben vor dem Menschenauge in Luft auflösen und ihre Stimmen so verstellen, dass sie wie das Zwitschern von Vögeln klängen.

Die alten Überlieferungen Rohans kennen die Zwerge wiederum zwar als ein sonderbares, aber freundliches und hilfsbereites Volk, auch wenn man in Rohan nur selten einen zu Gesicht bekam.

Ostlinge und Südländer dagegen kennt man nur als alte Kriegsfeinde und Verheerer ihrer Lande und begegnet ihnen mit finsterem Argwohn und Vorsicht.

Ebenfalls misstrauisch tritt man den Elben gegenüber. Wenig weiß man von ihnen, doch liegt nördlich des Limklar der Goldene Wald von Dwimordene (Lórien), in denen zaubrische Wichte in finsteren Höhlen lauern sollen und deren Herrin ränkische Netze spinnt, denen niemand entkommt.

Ähnliches gilt für den Entwald, der an der Nordgrenze Rohans liegt. Das Wissen um das Volk der Ents ist durchwachsen von der Furcht und düsteren Geschichten.


Zuletzt bearbeitet von Chlothar am 04.10.2012 16:40, insgesamt 4-mal bearbeitet

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Chlothar
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BeitragVerfasst am: 07.08.2010 02:26    Titel: (Kein Titel) Antworten mit Zitat

Sprache

Unter sich sprechen die Bewohner der Mark ihre eigene Sprache, die eng mit den Sprachen der Menschen Wilderlands verwandt ist, sich aber seit Eorls Zug nach Süden von ihnen entfernt hat. Der Klang des Rohirischen (Rohirisch oder Rohirin), so sagen manche, sei wie das Land in dem es gesprochen werde: mal volltönend und wogend, bald spröde und streng wie die Berge; und nach ihrer Ansiedelung in den Tälern Calenardhons gaben sie den Orten ihrer neuen Heimat neue Namen in ihrer Sprache. Oft erinnern Worte in Rohirisch entfernt an Westron, denn auch mit ihm ist es verwandt, denn sowohl Rohirrim als auch Dúnedain stammen von den selben Völkern der alten Edain ab. Daher vermag mancher Westron-Sprecher dann und wann auch in der viel urtümlicheren Sprache der Riddermark ein paar Zusammenhänge und Bedeutungen verstehen.*
Die Sprache der Riddermark wird in einem einfachen Runen-Alphabet geschrieben, das die Nordmenschen einst von den Zwergen übernahmen und ihren Sprachen angepasst haben.
Westron, oder "die Westliche Sprache" wie die Rohirrim sie nennen, sprechen in Rohan recht viele und seit den Tagen König Thengels ist auch am Hofe in Edoras immer etwas Westron zu hören gewesen. Das einfache Volk spricht es meist nur grob und stockend, Edle und Weitgereiste dagegen oft fließend und in der gleichen, alten Mundart, wie man das Westron auch in Gondor spricht [siehe Völkerbeschreibung der Gondorer]. Man nutzt sie als Verkehrssprache mit Fremden und Bundgenossen, wie es schon lange im Westen Mittelerdes Sitte ist. Die Tengwar-Schrift des Westron lesen oder gar schreiben, können jedoch nur Gebildete oder Fahrensleute, deren Geschäfte sie oft über den Mering nach Gondor treiben.
In der Westfold weiß man auch das ein oder andere Worte in der fremden Sprache der Dunländer – und sei es auch nur, um sich damit dem Umgang mit diesem Volk zu erleichtern.

Klagelied um die Rohirrim (Lied über Eorl den Jungen)

Hwaer cwóm mearg? Hwaer cwóm mago? Hwaer cwóm maþþumgyfa?
Hwaer cwóm symbla gesetu? Hwaer sindon seledréamas?
Éalá beorht búne! Éalá byrnwiga!
Éalá þéodnes þrym! Hú séo þrág gewát,
genáp under nihthelm, swá héo nó waere!


Was wurde aus dem Pferd? Was wurde aus dem jungen Mann? Was wurde aus dem großzügigen Herrn?
Was wurde aus den Festhallen? Wo sind die Feiern in der Halle?
Oh, der leuchtende Becher! Oh, der gerüstete Krieger!
Oh, der Ruhm des Herrn! Wie diese Zeit vergangen ist,
dunkel wurde unter dem Schutz der Nacht, als ob es sie nie gegeben hätte!

Wo sind Reiter und Ross und das Horn, das weithin hallende?
Wo sind Harnisch und Helm und das Haar, das glänzend wallende?
Wo ist die Hand an der Harfe? Wo ist das lodernde Feuer?
Wo nun Frühling und Herbst und voll reifen Kornes die Scheuer?
Lang vergangen wie Regen und Wald und Wind in den Ästen,
Im Schatten hinter den Bergen versanken die Tage im Westen.
Wer wird den Rauch des toten Holzes sammeln gehen
Oder die flutenden Jahre vom Meer wiederkehren sehen?


Das Heer

Rohans Heer führt immer der amtierende König an, seine Leibwache werden die Ritter des Königs genannt. Eine Anzahl Marschälle verwaltet die rohanischen Gebiete, wie zum Beispiel die West- und Ostfold. Im Kriegsfall stehen sie dem König als Heeresleitung bei.
Das Heer Rohans besteht fast ausschließlich aus Berittenen und setzt sich demnach aus mehreren Éored unter der Führung von jeweils einem der Marschälle zusammen. Die gesamte Reiterei der Mark wurde Éohere genannt. Zur Zeit des Ringkriegs ist der der Oberbefehlshaber über die Ostfold Éomer, der Neffe des Königs Théoden. Die Westfold befehligt Théodens Sohn Théodred.

Im Kampf kommt das alte Blut des Nordens in den Eorlsöhnen wieder in Wallung. Die Rohirrim sind verwegene Kämpfer, denen man zuweilen eine rechte Lust am Waffenhandwerk nachsagt. Doch schön und schrecklich zugleich ist der Kampf für sie in Wirklichkeit: denn was Ruhm und Ehre bringen kann, dass schenkt zu allzu schnell auch den Tod; und wer ihren schaurigen Schlachtgesang einmal hörte, der mag dies auch glauben. Ihr grimmiger Mut kennt keine Furcht, denn sie sind ein stolzes, wehrhaftes Volk, denn wenn der König in den Krieg zieht, wird zur Not jeder Mann und kriegtüchtige Bursche und jeder, der ein Pferd besitzt von den Herolden von Edoras zu den Waffen gerufen. Hat sich ein Rohirrim einmal für den Kampf entschieden, kämpft er überlegt, mutig und entschlossen und scheut auch nicht davor zurück, sein Leben für das seiner Freunde und Verbündeten zu opfern.

Die Hauptwaffe der Reiter Rohans ist der übermannslange Eschenspeer, doch auch Schwerter von Stahl führt man, sowie einhändige Äxte und sogar Steinschleudern. Der einfache Kämpfer trägt meist nur einen einfachen Lederwams, denn gutes Rüstwerk ist knapp und kommt meist nur aus Gondor, auch wenn die Rohirrim zuweilen auch eigene Stücke minderer Qualität herstellen. In einer éored trägt man dagegen knielange Kettenhemden und stählerne Halsbergen. Die Helme der Rohirrim sind meist leicht und aus Leder mit eisernen Beschlägen. Die Oberen des Heeres erkennt man meist an ihrem langen Helmschweif aus Pferdehaar. Zudem trägt man Rundschilde, auf deren Vorderseite meist das Wappen des edlen Hauses oder das der Mark aufgemalt ist und die man beim Reisen auf dem Rücken trägt. Die Rüstungen und Schilde der Edlen sind oft mit Gold und kostbaren Schmucksteinen verziert und am kostbarsten gerüstet ist die Leibwachen des Königs in Meduseld.

Natürlich ziehen die Rohirrim stets auf dem Rücken ihrer Pferde in den Kampf und am liebsten auf freiem Feld, wo sie die Vorteile dieser Kampfesweise voll ausnützen können. Auch ihre Pferde sind für den Kampf gebildet: schnell, gewandt, unerschrocken und berühmt für ihre unermüdliche Ausdauer. Üblicherweise attackieren sie so in geschlossenen Reihen gesammelte Gegner, reiten viele einzelne Sturmangriffe hintereinander und zersprengen somit den Gegner, um ihn dann einzeln zu Tode zu hetzen. Im Kampf reiten die Rohirrim stets mit Sattel und Steigbügeln und benutzen neben Speer und Schwert auch kurze Bögen mit Pfeilen, die mit den grauen Federn der Gänse bestückt sind, die in den Sümpfen der Entwasser leben. Ihre begabten Schützen tragen nebenbei oft kleine, runde Armschilde, die sie beim Zielen vor feindlichen Angriffen schützen. Im Krieg führt man oft ganze Herden von Ersatzpferden mit sich, um im Notfall das Reittier wechseln zu können.

Doch auch zu Fuß wissen sich die Krieger der Rohirrim zu wehren, wenn es darum geht eine bedeutende Stellung zu verteidigen – umso mehr wenn sie einen Schildwall bilden können, um dahinter in Stellung gehen. Nur bei langen Belagerungen tun sich die Streiter der Mark schwer, denn dann sind sie ihrer Freiheit beraubt, die sie auch im Kampf so sehr schätzen. Auch steiles Gelände schreckt sie nicht, jedoch können nur die allerwenigsten Menschen Rohans schwimmen.

Die wackersten Kämpfer der Mark sind jedoch die Helmingas der Westfold, deren edles Haus sich auf ruhmreiche Namen wie Helm Hammerhand und Erkenbrand beruft und die stets an ihren rotbemalten Schilden und schwarzen Rufhörnern zu erkennen sind.

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BeitragVerfasst am: 07.08.2010 02:26    Titel: Re:


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